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BeitragVerfasst: 7. Nov 2019, 21:23 
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Hallo miteinander,

eigentlich würden andere notwendigkeiten erfordern, dass ich derzeit einen bogen um den basteltisch mache, aber was tue ich: statt mich von des tages müh und plage
zu erholen: ich krame ein altes projekt aus dem regal und beginne die abendstunden mit dem slotcarbauen zu verbringen. (diagnose: slotcariensis gravis
im vorgerückten stadium....)
Der Porsche 906 hatte es mir angetan, und nachdem dieser bautyp auch seine bewährungsprobe in Le Mans bestand, meinem übergeordnetem bastelthema,
war die aufgabe vorgezeichnet. Dies zumal, da mir -Tomato- vor mehreren jahren eine resinekarosse des P 906 in langheckausführung zukommen liess.
Die verwendete modellkarosse entspricht dem seinerzeit produzierten -Fleischmann-modell, demnach sollte sich der zu betreibenden aufwand
in grenzen halten, zumindest dachte ich das........ :mrgreen:
(hinweis: das modell und seine bauteile werden von der -Slotcarfactory- wieder aufgelegt und können dort bezogen werden)
Mit dem ausgeschlachteten -Fly-modell des P 906 hatte ich auch noch einen teilespender zur verfügung, der den unterbau und ein paar kleinteile lieferte.

Bild

Wie unschwer zu erkennen, ist die -Fly-karosse deutlich zu breit geraten, die karosseriebreite am -Fleischmann- ist passend, leider ist der radstand mit
knapp 2 mm zu üppig angelegt; ein kürzen unterliess ich jedoch diesmal; die notwendigen nacharbeiten an der karosse erschienen mir sehr zeitintensiv zu werden,
die karosse in der langheckvariante ist trotz der kleinen abweichung deshalb nicht weniger stimmig.


Zunächst wurde die karosserie in form gebracht.

Bild


Mit dem eintreffen des resineabgusses hatte ich mir auf anraten von -Tomato- einen -scheibeneinsatz- bestellt.
Auf dieser basis wurden die scheibenrahmen nachgearbeitet, sowie die fronthaube neu angelegt, desweiteren die scheinwerferöffnungen
auf die verwendung der frontscheinwerferabdeckungen aus dem -Fly- abgestimmt.

Bild

Bild

Bild


Eine passprobe der scheibenelemente: die gussform (ersatzteil) wurde in seine einzelflächen zerschnitten; die scheibenstücke werden in die
entsprechenden rahmenöffnungen -nach geringfühgigem nacharbeiten- eingesetzt.

Bild

Bild


Das thema scheiben wäre an dieser stelle eigentlich abgehakt, doch die grosse heckscheibenverglasung über dem motorraum wollte
nicht als klarglas ins modell, das original verlangte eine gelbliche einfärbung, und die am besten transparent, klar durchsichtig
und nicht transluzent gedämpft. (die -Fly- modelle haben eine eingefärbte scheibe, genau so, wie man es sich wünschen würde;
meine versuche, das bauteil aus dem -Fly- durch leichtes biegen und zuschneiden der ränder an die öffnung anzupassen scheiterten
jedoch kläglich...) Ein versuch mit selbstklebendem folienmaterial der sache beizukommen, indem ich die scheibeninnenseite damit beklebte
brachten zwar einen fortschritt in der gesamterscheinung, die klare durchsicht war damit nicht zu erzielen.
Auch versuche mit angeblich transparentem spraylack waren alles andere als zielführend. Ich hatte mich schon damit abgefunden,
schlussendlich die -folienvariante- zu verwenden , als ich im weiteren noch einen versuch mit -glasmalfarbe- startete.
Diese in gelb, mit farblosem klarlack verdünnt und im handauftrag lackiert (feiner breiter haarpinsel) brachte schliesslich - nach einigen anläufen -
das wunschergebnis.

Die varianten: haubenabdeckung, klar originalteil, folie, glasmalfarbe.

Bild


Die grünkeile an den verglasungen der frontscheibe bzw. den flügeltüren habe ich mit folienmaterial ausgeführt.
Hier erschien mir diese ausführung dem originalerscheinungsbilds mehr zu entsprechen, daher kein versuch mit entsprechendem
grünton einer glasmalfarbe.

Bild

Alle scheibenteile im einbauzustand (motorhaubenverglasung noch mit folienmaterial)

Bild


Damit nicht der eindruck entsteht, alles dreht sich bei dem modell nur um den scheibeneinbau, ein foto vom fahrwerk:
natürlich nur eine -plastikplattform-, ein motorhalter für den -Mabuchi shortcan- in sidewinder position, ist mit dem frontstück
des -Fly-chassis durch eine bauplatte aus -polystyrol- verbunden bzw. mit CA.-klebstoff zum chassis zusammengebaut.
Die baubreite der karosse im bereich der hinterachse ermöglichte nur die verwendung von reifengrössen 22/7mm auf
verschraubten alufelgen. Um jeden mm musste gekämpft werden; das verschraubte spurzahnrad (36z) in kombination
mit den alufelgen von (-RS-Slot-) zwang zum ausnutzen aller möglichkeiten der breitenreduzierung.
(beim original -Fleischmann- stehen die breiten hinterreifen doch sehr deutlich über die karosserieaussenkante und der -Fly- P 906
ist ohnehin breit angelegt ..., na, so kann´s ein jeder....)

Bild

Bild


Die karosserie ist nicht nur am heck modifiziert, auch die front weisst eine veränderung auf: Die flache schnauze wurde eines aerodynamischen
vorteils wegen in zugespitzer form verlängert. (zum vergleich, links die front des -Fleischmann-)

Bild

Bild


Das modell nach grundierung und zwischenlackierung: der stand der dinge.

Bild

Bild

Bild


Fortsetzung folgt......

beste grüsse

claus

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BeitragVerfasst: 8. Nov 2019, 06:53 
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Hallo Claus,

sehr schönes Projekt und immer wieder Tricks und Tipps, die man sich für eigene Projekte abschauen kann. :daumen

Zur Bereifung schreibst Du:
Die baubreite der karosse im bereich der hinterachse ermöglichte nur die verwendung von reifengrössen 22/7mm auf
verschraubten alufelgen.


Hört sich irgenwie an, als ob Du damit nicht ganz glücklich bist, aber das passt doch.

Zitat Wikipedia:
Die 15-Zoll-Fünfloch-Stahlräder waren relativ schwer und hatten vorne die Größe 7J × 15 mit 5.50/15.00-15-Rennreifen und hinten 9J × 15 mit 6.00/15.00-15-Rennreifen.

Umgerechnet bedeutet das für vorne 21,15/5,7mm und für hinten 21,95/7,3mm - also alles gut oder nicht? Einzig die Alufelgen wirken auf den Bildern etwas zu groß, kann aber durchaus täuschen. 12mm außen wäre da das Maß der Dinge.

Grüße,
Wolfgang


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BeitragVerfasst: 8. Nov 2019, 09:36 
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Hallo Wolfgang,

freut mich, wenn dir als -Porschespezialist- das modell zusagt. Vielleicht war ich anfangs vom -Fleischmann- und dem -Fly- P 906 auf breitere
hinterachsbereifung gepolt, und diese tendenz ist im bericht noch immer herauszulesen, ne, das passt schon, wie du ja auch richtig schreibst.
Mit der felgengrösse hadere ich ein wenig, aber bis dato habe ich keine wirklich passende reifen, felgenkombination gefunden mit der ich
die idealmasse treffen würde. Hast du einen tip?
(die verwendeten alu-felgen haben einen aussendurchmesser von 13,5 mm, du hast dich nicht getäuscht ....)

grüsse aus M.

claus

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BeitragVerfasst: 8. Nov 2019, 10:40 
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Hallo Claus!

Das wird wieder ein astreiner Renner, ich bin Fan von den Porsche Coupés.

Bezüglich der Felgen wäre das vielleicht hilfreich:

Scaleauto Monza SC4030B, der Aussendurchmesser ist 14,8mm ohne Steg 12,5mm, Breite ohne Flansch 8,0mm
Bild

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Herzliche Grüße vom Niederrhein, Joachim


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BeitragVerfasst: 8. Nov 2019, 13:31 
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Hallo Jocko,

......12mm außen wäre da das Maß der Dinge........

Leider, dein vorschlag mit felgenaussendurchmesser 14,8 ist doch nicht ganz passend...... :? :mrgreen:

gruss c.

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BeitragVerfasst: 8. Nov 2019, 17:59 
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-claus- hat geschrieben:
Hallo Wolfgang,
Mit der felgengrösse hadere ich ein wenig, aber bis dato habe ich keine wirklich passende reifen, felgenkombination gefunden mit der ich
die idealmasse treffen würde. Hast du einen tip?
grüsse aus M.
claus


Hallo Claus,

das ist das Dilemma, wenn man in 1/32 ein Fahrzeug der 60er oder 70er Jahre wirklich in allen Bereichen scale gestalten möchte. Damals war 13" - 15" der Standart und Niederquerschnittreifen gab es noch nicht. Bei den Reifen, auch Rennreifen, hanelte es sich um Diagonalreifen mit recht hohen Flanken.

Diese Eckdaten werden heute im Slotcarsektor aber von kaum noch einem Hersteller erfüllt.

Eine mögliche Option wäre die Sigma Felge, die Du dort auch auf die gewünschte Breite abgedreht bekommst.

https://slotpoint.de/Sigma-Racing-Felgen-SG2332
https://slotpoint.de/Service-Slotcarfelgen-kuerzen

Ich gehe mal davon aus, dass diese Felge für 3mm Achsen bestimmt ist, aber dafür gibt es ja passende Reduzierstück auf 2,38mm. Direkt bei Umpfi oder auch hier:

https://www.slotshop-hagen.de/?product= ... m-5-stueck

Reifen könnte man diese passend machen:

https://slotpoint.de/GD-Speed-Tires-Vol ... 12-27-mm_1

Das nächste Thema wäre dann, passende Felgeneinsätze zu finden. In dem Durchmesser ziemlich hoffnungslos. Eine Lösung könnte hier natürlich ein 3D-Druck sein. All zu viele Details hat die 906-Felge ja nicht.
Bild

Ob man nun wirklich diesen Aufwand betreiben möchte, ganz ehrlich, ich würde es wohl nicht machen.

Grüße,
Wolfgang


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BeitragVerfasst: 8. Nov 2019, 18:50 
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Ich habe von den Felgen des Fleischmann mal ne Form gezogen. Für ein paar Einsätze ist die noch gut. Aussendurchmesser 12,5. Bei Interesse Hand heben!

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Schöne Grüße vom "Brombach-Speedway"


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BeitragVerfasst: 8. Nov 2019, 22:13 
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Passende Einsätze sind schon gedruckt, stelle bei Gelegenheit ein Bild ein.
Gruss
Thomas


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BeitragVerfasst: 9. Nov 2019, 09:10 
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Hallo miteinander,

vielen dank allen für die unterstützung in sachen -felgen-.
Ich werde mich von -Tomato- und den gedruckten einsätzen überraschen lassen und in der fortsetzung des bauberichts
die sache wieder aufgreifen.

@ wolfgang: da sprichst du natürlich einen punkt an, der bei fast allen modellen immer zum thema wird. Die wirklich im masstab 1/32 passenden
felgen mit den zugehörigen reifentypen zu beschaffen ist fast nicht möglich. So gesehen bin ich meistens gezwungen an dieser stelle kompromisse einzugehen;
die frage ist dann, in wie weit solche abweichungen den gesamteindruck des modells beeinflussen.

grüsse, c.

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BeitragVerfasst: 9. Nov 2019, 11:17 
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So sehen die Einsätze aus...
Bild

Gruss
Thomas


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BeitragVerfasst: 9. Nov 2019, 12:42 
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Hallo Thomas,

......... :danke

grüsse aus dem grauen M.

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BeitragVerfasst: 12. Nov 2019, 19:13 
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Hallo, Claus,

es würde m.E. den Versuch wert sein, den optisch sehr breiten Außenrand der Felge abzuschleifen (die Felge mit Achse z.B. in Universalmotor einspannen, oder in Bohrmaschine im Bohrständer und dann mit der Feile vorsichtig ran). Dadurch verändert sich die Optik der Felge mit Sicherheit zum Positiven und, da vom Reifen mehr sichtbar ist, verschwindet der "Niederquerschnittsreifeneffekt". Für den Bezug originalgetreuer 15´´- Felgen habe ich in der Tat auch keine Lösung. Ich verwende immer welche von Umpfi mit 13mm Außendurchmesser.

Gruß, Taffy


BTW: ein weiteres schönes Projekt zum LM-Thema

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