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 Betreff des Beitrags: VW Karmann -Ghia- 1957
BeitragVerfasst: 2. Mai 2021, 11:42 
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Hallo miteinander,

nach einigen modellen für meine Le Mans sammlung jetzt mal abwechslung jenseits der rennstrecke: das Karmann-Ghia coupe,
ein fahrzeug, das sicher zu jenen nachkriegsmodellen in Deutschland gezählt werden kann, die durch ihre eigenständigkeit bis heute
noch für aufmerksamkeit sorgen.
Auf basis des VW käfers, liefen in den jahren 1955-1974 annähernd 440000 exemplare bei -Karmann- in Osnabrück vom band;
der prototyp, respektive die karosserieform wurde vom turiner karosseriebauer -Ghia- erstellt. Die harmonische gestalt mit den fliessenden
karosserielinien und war sicherlich für den verkaufserfolg des modelltyps T14 verantwortlich. 1957 wurde dem coupe noch die cabrioletversion beigestellt.

Mit einem von Sebastian Borck (Charger 01) erarbeiteten kit hatte ich die grundlage für einen -Karmann- und machte mich ans werk.
Alle bauteile des kits sind in einem speziellen druckverfahren erstellt, das nahezu glatte oberflächen produziert; alle formteille waren präzise
geformt und passgenau erstellt. Das druckmaterial ist in seinen materialeigenschaften dem resine ähnlich und lässt sich mit geringem
aufwand bearbeiten.
Entgegen der vorgabe des kits, welche den motor in fahrzeugmitte in -inliner-anordnung vorsieht, wollte ich meiner vorstellung treu bleiben
und startete die überlegung, wie sich ggf. der e-motor für das slotcarmodell vorbildgerecht hinter der hinterachse im heck plazieren liesse.
Nach einigen zeichnerischen anläufen verfestigte sich schliesslich diese bauskizze, die ich zugleich als anleitung für den fahrwerksbau verwendete.

Bild



In kombination mit der sidewinderanordnung und verwendung des kleinen, aber kräftigen - X-Slot Go - motors war die gestellte vorgabe
zunächst zu lösen; als schwierigkeit erwies sich, dass der motor jedoch in längsrichtung nur äusserst knapp unter die karosserie passte,
bzw. in entsprechender ansichtshöhe unter der heckschürze hervorlugte. Dem konnte ich begegnen, indem ich den gesamten motor mit seiner
bauhöhe nach oben in den -motor-raum aufstellte. Ein weiter aspekt, der mit der bauskizze ersichtlich wurde: der reifendurchmesser,
er sollte der masstäblichkeit wegen gewisse reifenformate nicht übersteigen; heisst konkret, der reifendurchmesser musste bei alledem
grösser sein als der durchmesser des spurzahnrades, anderfalls das spurzahnrad kontakt mit der fahrbahn hätte.
Der -Karmann- rollt auf -scalereifen- aus dem hause -Ortmann-, typ 54 m, durchmesser 19,4 mm, das spurzahnrad, 36 z, hat 18 mm im durchmesser.
An diesem punkt ist gut zu erkennen, welche gegenseitigen abhängigkeiten ein baukonzpt bestimmen, bzw. auch verunmöglichen können,
will man alle vorgaben möglichst verwirklichen.
Nachstehendes foto zeigt das fahrwerk als -schnittbogen- , aufgezeichnet auf einer polystyrolplatte, materialstärke 1 mm.
Zwei längsträger mit den achsbohrungen werden auf einer durchgehenden bodenplatte aufgesetzt, und mit mehreren querprofilen zu einer
u-förmigen wannenartigen konstruktion verbunden. An die aussenseiten der längsprofile werden beidseits flachprofilstücke
als anschlussebenen angesetzt; sie dienen im wesentlichen zur aufnahme der karossseriebefestigung im vorderwagen und bilden
den anschluss des fahrwerks zur karosserie im bereich der radhäuser. Alle verbindungen werden mit -CA-klebstoff ausgeführt.

Bild



Schraubbaren alufelgen auf achsen mit durchmesser 2,38 mm gebe ich stets den vorzug; ein entsprechendes dimensioniertes
einsatzstück zur felgengestalt vervollständigt dann dieses bauteil.
Im kit befanden sich sehr präzise gedruckte felgen (mit bund) zum aufstecken und verkleben auf achsen mit 2,38 mm durchmesser.
Leider eben keine konstruktion zum verschrauben auf einer achse.
Aus diesem grund habe ich die für ein breiteres reifenformat ausgelegten felgen abgewandelt: die felgen wurden zunächst
in ihrer baubreite verschmälert, ein steg angelegt, sodass vorbeschriebender reifen aufgezogen werden konnte. Wollte ich eine
schraubbare felgenkonstruktion, benötigte ich ein basisstück mit einem budstück zur aufnahme/befestigung der anlaufenden achse.
Ich habe zu diesem zweck ausgediente alufelgen bearbeitet, sodass nur der bund mit der achsaufnahme und eine rückwand =
platte (durchmesser 11mm) entstanden; auf diese platte werden nun die gedruckten und überarbeiteten felgenprofile
kraftschlüssig aufgeklebt. Nachstehendes foto erläutert die einzelnen arbeitsschritte im detail.

Bild



Um die zentrierung der felge mit der achse zu gewährleisten, was für den rundlauf der felge massgebend ist, wird zur verklebung
der aluplatte mit dem felgenprofil die achse mit überstand von ca. 2,5 mm in eine bohrung in der felge eingesteckt; die bohrung
in der felgenrückseite hat 2,38 mm im durchmesser, die der achse 2,38 mm; damit wird die achse press in die felge eingesteckt
und zum klebevorgang (CA-kleber) fixiert bzw. zentriert gehalten.

Bild

Bild



Das chassis: der motorhalter (mit eingesetztem e-motor) , als separates gehäuse, wird auf die entsprechende
grundplatte am chassis geklebt. Der -X-Slot-Go motor sitzt press im motorhalter und ist punktförmig lagegesichert.

Bild



Das fahrfertige chassis: motorhalter in seiner endgültigen position; achsabstand welle spurzahnrad zu antriebsritzel ca. 11,5 mm

Bild



Dem kit ist die verglasung als einzelne scheibenflächen/stücke beigegeben; die scheiben sollen stumpf in die karosserieöffnungen
eingebaut werden. Um speziell die front und heckscheibe zum einbau in position zu halten, habe ich in ergänzung der karosserie
auflagersteifen am unteren rand der karosserieöffnung angesetzt; profil 0,25 x 2,0 mm.

Bild



Beim anpassen der einzelscheiben an die karosserieöffnungen habe ich eine seitenscheibenfläche vermurkst: um die
einheitlichkeit in der folienqualität zu erhalten, habe ich dann alle seitenscheiben nochmals angefertigt; die scheiben
des bestandes dienten dabei als schablonen (konturlinie) für die neuanfertigung. (folie 0,25 mm)

Bild



Die karosserie in der decklackierung: zuvor habe ich die gesamte karossserie mit -füller- gespritzt, geschliffen (800)
und nochmals mit -primer- grundiert und -überschliffen- (1500)
Dann erfolgte die eigentliche decklackierung in einem -grau- ton (autolack -Dupli-color nr. 1-0640)

Bild

Bild




Fortsetzung folgt.............


beste grüsse

claus

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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 2. Mai 2021, 11:42 


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 Betreff des Beitrags: Re: VW Karmann -Ghia- 1957
BeitragVerfasst: 2. Mai 2021, 12:27 
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Lieber claus,

ein sehr schönes Vorbild hast Du da. Und wie immer, machst Du etwas ganz eigenes daraus. Man kann nur erahnen, wieviel Vorarbeit und konstruktives Gehirnschmalz allein in der Planung stecken.
Den Chassisbau mit Polystyrolplatten hast Du ja mittlerweile auch perfektioniert.
Die Lösung, zu maßstäblichen Rädern zu gelangen: aufwendig und klasse. Der Karmann steht mit den Rädern so in der Karosse, wie das Original.
Ohne den Bildhintergrund könnte man denken, da steht eine Karosse beim Lackierer (da hat natürlich die exakte Formgebung von charger auch ihren erheblichen Anteil dran).
Die Motoranordnung wird zu einem dem Original maximal angenäherten Fahrverhalten führen. Ich erwarte schon, dass Du die vordere Kofferraumklappe zum Öffnen gestaltest, damit da bei schlüpfriger Fahrbahn wie beim Original Sandsäcke zur Stabilisierung rein können (mein Vater hat so im Winter immer das Verhalten seines VW 1600 TL verbessert. Hat auch nichts genützt. Glatteis auf kopfsteingepflastertem Gefälle, Gegenverkehr, BOUM! Ich habe aber noch die Uhr aus dem Armaturenbrett. Ja, ja, mein Vater hats überlebt, der 1600 TL leider nicht)

Gruß, Taffy

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 Betreff des Beitrags: Re: VW Karmann -Ghia- 1957
BeitragVerfasst: 2. Mai 2021, 13:08 
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Bin absolut begeistert von deiner Vorgehensweise. Allein die Planung, dann ganz zu schweigen von der Ausführung. Frage mich bei deinen Arbeiten immer, welche Werkzeuge dir wohl zur Verfügung stehen? Bei meinen Arbeiten, die qualitativ weit hinter den deinen zurück stehen, fehlen mir doch oft die richtigen Werkzeuge, sodass ich dann gezwungen bin zu improvisieren. Das wirkt sich dann aber oft negativ auf das Ergebnis aus. Aber selbst wenn ich die nötigen Werkzeuge hätte, müsste ich wahrscheinlich erst einmal den richtigen Umgang damit lernen.
So kann ich immer nur bewundernd auf deine Arbeiten schauen und versuchen das Eine, oder Andere aus deinen Baubeschreibungen zu lernen.

VG

Dieter


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 Betreff des Beitrags: Re: VW Karmann -Ghia- 1957
BeitragVerfasst: 2. Mai 2021, 15:26 
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hallo miteinander,

@ Taffy: du schreibst sehr zurecht, dass die formqualität der gedruckten karosserie, die masstäbliche umsetzung begünstigt.
Ich würde sogar noch einen schritt weiter gehen, und festhalten: ohne die karosseriequalität in gestalt und ausführung würde
das modell - bei allem eigenen zutun - nicht dieses niveau erreichen. Es macht einfach spass mit solchen -vorgaben- zu beginnen.
Und auf die ersten runden auf der bahn (ohne sandsackbeschwerung im vorderwagen) freue ich mich schon jetzt......... :D


@ Didi: freut mich zu lesen, wenn dir die hier eingestellten bauberichte weiterhelfen und eine anregung sind.
Das mit der arbeitsweise ist sicher auf meine tätigkeit als (ehemaliger) architekt zurückzuführen, wo der begriff der -grundlagenermittlung- ,
vergleichbar der -anamnese- beim arzt, zunächst die frage nach den -rahmenbdingungen- stellt. Ganz salopp formuliert: mit was hast du es zu tun,
auf welche ausgangslage triffst du. Das ist für mich der erste zugang zum -projekt - ; um es zu visualisieren hilft mir dann beispielsweise
eine bauskizze weiter........

Ob du es nun glaubst oder nicht, und du wirst vielleicht erstaunt sein, wenn ich berichte, dass ich meine modelle nur mit einer art -grundausstattung- an
werkzeugen bearbeite bzw. zusammenbaue. Auf einer ca. 0,8 x 1,6 m grossen, oder sollte man besser schreiben kleinen arbeitsfläche findet sich
alles was ich benötige: ein -Proxxon- micromot set, mit einigem zubehör (bohrer, fräsen usw.), ein kleiner schraubstock, handwerkzeuge wie feilen,
einiges an schraubendrehern, zangen in unterschiedlicher gestalt, feinwerkzeuge wie pinzetten und messwerkzeuge. Ergänzt wird das durch einige cutter-typen
- mein meistbenütztes werkzeug, weil universal einsetzbar - einem lötkolben und einer heissklebepistole.
Das wäre im wesentlichen die auflistung meines -bordwerkzeuges- ...........


beste grüsse

claus

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 Betreff des Beitrags: Re: VW Karmann -Ghia- 1957
BeitragVerfasst: 3. Mai 2021, 12:57 
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Hallo Claus,
der Karmann wird schnuckelig, gefällt mir jetzt schon sehr.
Du bist auch hier wieder immer für überraschende Ansätze gut! Sebastian hätte Dir vielleicht auch halbe Räder gedruckt oder Räder mit einer Tasche für einen Stellring. Den Ansatz von Road Runner finde ich ebenfalls interessant, hast Du den schon gesehen?

https://www.freeslotter.de/index.php?th ... &pageNo=12

Leider zeigt Udo seine Autos hier nicht (mehr).
Gruss,
Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: VW Karmann -Ghia- 1957
BeitragVerfasst: 3. Mai 2021, 17:04 
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Hallo Thomas,

freut mich, wenn ich dich überraschen konnte.......... :mrgreen:

Die felgenkonstruktion in dieser form ist der tatsache zu verdanken, dass ich zunächst davon ausging die -felgenthematik- (und reifen)
liesse sich wie gewohnt handhaben: handelsübliche alu-felge und reifen entsprechender grösse und ein dazu ein passendes insert, und die sache hat sich.
Je mehr ich mich der umsetzung näherte, desto deutlicher wurde erkennbar, es gibt weder die passende alu-felge noch den entsprechenden einsatz.
Das ganze vor dem hintergrund, dass die mitgelieferten felgen eine sehr schöne ansicht lieferten, die kaum durch ein insert ersetzt werden konnten.
So entstand das -prinzip- der zweigeteilten felgenkonstruktion, gedrucktes felgenteil wird mit -alu-basis (bund mit platte) zu einer
konstruktion zusammengesetzt: es wird die so entstandene felge auf der achse befestigt.
Wenn ich den aufbau der im -Freesloter- beschrieben konstruktion richtig verstehe - leider konnte ich die bilder nicht öffnen - , so kommt
mir diese felgenkonstruktion doch weit aufwändiger im aufbau vor.

Ich habe nunmehr einige felgenstücke zum weiteren einsatz für bauversuche dieser art, denn wer will schon -handelsübliche alufelgen- mühsam umformen.

Es ist einteiliges alu-werkstück, gefräst, profil wie nachstehend:
- bund, rohrstück durchmesser 5,5 mm, gebohrt für achsaufnahme, durchmesser 2,38 mm, bundstück b: 3,5 mm, und bohrung für madenschraube M2/4
und seiner zugehörigen
- basisplatte, durchmesser 11 mm, d: 1,0 mm; (ebenfalls gebohrt, durchmesser 2,38 mm)
gesamtbreite des aluwerkstücks 4,5 mm,
Damit lassen sich entsprechende -felgen-, seien sie gedruckt oder im spritzguss erstellt, zu einer felge zusammenbauen;

Wenn man jetzt die möglichkeit hat, felgen im druck herzustellen und deren felgeninnenseite zudem so ausbildet, dass es möglich wäre,
die grundplatte des aluwerkstücks in einer kreisrunden vertiefung zu positionieren, (z.b. t: ca. 1 mm, durchmesser ? mm = durchmesser basisplatte),
dann wäre die zentrierung nicht nur über die achse und die bohrung im gedruckten felgenteil gegeben, sondern würde beim klebevorgang
von gedrucktem felgenstück und der alu-basisplatte eine zusätzliche hilfe sein.

beste grüsse

claus

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 Betreff des Beitrags: Re: VW Karmann -Ghia- 1957
BeitragVerfasst: 4. Mai 2021, 09:09 
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In solch einem schönen Auto könnte ich mir ein Messingchassis ganz gut vorstellen.
Das soll jetzt aber keine Kritik an dem verwendeten Chassis sein. Wahrscheinlich ist das leichte Kunststoffchassis sogar die bessere Lösung. :daumen

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Grifo

https://www.openpetition.de/petition/on ... -westfalen


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 Betreff des Beitrags: Re: VW Karmann -Ghia- 1957
BeitragVerfasst: 4. Mai 2021, 10:02 
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Hallo Grifo,

Grifo hat geschrieben:
Das soll jetzt aber keine Kritik an dem verwendeten Chassis sein. Wahrscheinlich ist das leichte Kunststoffchassis sogar die bessere Lösung.


ich fasse deine bemerkung zum verwendten material nicht als kritik auf......keine sorge; natürlich wäre auch ein metallchassis eine variante zum thema........
Metallbearbeitung, wie sie gerade so ein speziellles chassis für den -Karmann- erfordern würde, kann bzw. muss ich mir aus geschilderten gründen verkneifen.
(lese hierzu auch meine antwort an -Didi- vom 02.05 );
Zudem spielt das gesamtgewicht in diesem fall auch eine rolle............., der -X-Slot-Go motor ist nun mal ein -klein-motor......... :mrgreen:

beste grüsse

claus

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 Betreff des Beitrags: Re: VW Karmann -Ghia- 1957
BeitragVerfasst: 6. Mai 2021, 14:28 
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.......und weiter im programm.......

Es steht der bau des drei-dimensionalen cockpits an.
Das modell ist, wie schon beschrieben, für eine in fahrzeugmitte ausgelegte motorposition ausgelegt; die abdeckung erfolgt mit einer
horizontalen platte mit aufgesetzter fahrerbüste........ Diese ausführung habe ich entsprechend meiner vorgabe abgeändert.
Die abdeckplatte lässt sich mit ihrer oberkante passgenau ins modell bringen; ich verwende davon den armaturenbretträger als anschlusstück,
und schneide aus dünner polystyrolplatte (d: 1 mm) entsprechende umfassungflächen für das u-förmige cockpitgebillde.

Bild

Bild



Die bauteile mit dem armaturenbrett, in der form überarbeitet, als querträger zu cockpiteinbau zusammengefügt.
Das -gestühl- stammt aus meinem fundus, die fahrerfigur mit dem steuerrad lagen dem kit bei.
Alle bauteile werden dann zur passprobe ins cockpit gesetzt, das fertige cockpit mit der figur sodann ins modell, um zu erkennen,
ob es weitere veränderungen bzw. anpassungen brauchen sollte.


Bild

Bild

Und damit gleich etwas farbe ins spiel kommt: das cockpit in bemalter ausführung.
(das armaturenbretts ist nicht mit dem original in seinen baudetails übereinstimmend; nicht das wer noch auf die idee kommt, hier genau hinzusehen.....)



Bild

Die fahrerfigur: fast immer müssen die figuren in ihrer sitzposition den gegebenheiten angepasst werden;
vielfach sind die proportionen von ober und unterkörper zu verändern, da die verwendeten -gestalten- nicht wirklich masstabsgerecht
ins model einzubauen sind. Alle bemalungen erfolgen zunächst auf einer grundierten oberfläche (mittelgrau),
anschliessend werden die farben in schichten händisch mit spitzpinsel aufgetragen. Farben: -Revell- acqua-color acrylbasiert, wasserlöslich.

Bild



.....fortsetzung folgt.........


beste grüsse

claus

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 Betreff des Beitrags: Re: VW Karmann -Ghia- 1957
BeitragVerfasst: 6. Mai 2021, 19:48 
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Das wird ja immer besser, Sahnestückchen! Grau mit rotem Innenraum, dazu der Fahrer mit Schirmmütze. 8-)
Ich bin gespannt auf das fertige Auto.
Gruss,
Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: VW Karmann -Ghia- 1957
BeitragVerfasst: 7. Mai 2021, 13:47 
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Hallo, claus!

Schließe mich Thomas an. Der sportliche Herr mit Schiebermütze ist period-conform und toll bemalt. Sogar zu spät kommen kann er nicht, dank Armbanduhr!

Gruß, Taffy

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 Betreff des Beitrags: Re: VW Karmann -Ghia- 1957
BeitragVerfasst: 7. Mai 2021, 14:19 
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Im Karmann dürfte es schon eine Uhr gegeben haben, im Armaturenbrett des Karmann noch nicht zu entdecken. Mein erster Sparkäfer aus ehemaligen Postdiensten hatte noch keine Uhr montiert...
Gruss,
Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: VW Karmann -Ghia- 1957
BeitragVerfasst: 7. Mai 2021, 16:03 
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Hallo die herren,

ihr seid gewandte beobachter........... :mrgreen: und recht habt ihr, eine kleine uhr ist, bzw. wäre als rundinstrument zwischen den beiden grossen armaturen zu finden,
hätte ich mich sklavisch am vorbild orientiert.


Auch in München ist das wetter saumässig......... kalt, grau und regen, also ist der aufenthalt am basteltisch die richtige wahl.....und
die arbeit m -Karmann- geht ein wenig voran.

die bereits lackierte karosserie braucht nun die bemalung der details : scheibenrahmen, karosserie-profile/anbauteile usw.
Ich versuche wie schon beim Porsche 904, das rahmenproil von front und heckscheibe in der ansicht zu differenzieren: dichtung mit abdeckprofil.
Zunächst wurde die dichtungsebene, diese entspricht der vollen rahmenbreite, in mattschwarzer farbigkeit angelegt;
das entsprechende rahmenprofil wurde von der grauen lackebene der karosserie mit einen tape abgegrenzt.
Im zweiten arbeitsgang wird das eigentliche abdeckprofil auf dem schwarzen grund - wiederum mithilfe eines tapes - vom
grund abgetrennt und in der verbleibenden breite mit einer silbernen lackschicht übermalt. Die übergänge, die ausrundungen des
rahmens sind dann freihändig (ohne maskierung) erstellt.

Bild

Bild

Bild


fortsetzung folgt......

beste grüsse

claus

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 Betreff des Beitrags: Re: VW Karmann -Ghia- 1957
BeitragVerfasst: 8. Mai 2021, 09:48 
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Das Detail mit der Gummidichtung mit Chromleiste hebt das Modell nochmals auf eine andere Stufe, das würde bei mir nur verkleckert aussehen.
Gruss,
Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: VW Karmann -Ghia- 1957
BeitragVerfasst: 8. Mai 2021, 17:59 
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@ Claus,

an diesen Details zeigt sich dann doch die wahre Meisterschaft.


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 Betreff des Beitrags: Re: VW Karmann -Ghia- 1957
BeitragVerfasst: 10. Mai 2021, 20:57 
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Ja,ja, ich kenn das. Schlechtes Wetter, viel Zeit, und schon kommt man auf verrückte Ideen.... :mrgreen:
Mach Du nur so weiter!
Bin begeistert!

Gruß, Taffy

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 Betreff des Beitrags: Re: VW Karmann -Ghia- 1957
BeitragVerfasst: 18. Jun 2021, 15:15 
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Erstklassige Arbeit :clap2

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Gruß,
Uwe


Meine Bergbahn http://i205.photobucket.com/albums/bb12 ... 05fa58.jpg
Modul 6/3 http://www.carrera-go.info/board5-tunin ... modul-6-3/


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