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BeitragVerfasst: 10. Okt 2018, 10:52 
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Bei mir tut sich leider auf dem Basteltisch eher wenig. Die letzten Monate war wenig Zeit und auch Energie neue Projekte anzufangen oder zumindest alte Projekte zu beenden. So liegt beispielsweise bei mir auf dem Tisch die fertig grundierte Karosserie des McLaren M1B - für das letztlich abgesagte - Can-AM 1967 Proxyrennen.
Im Formula-One-Thirty-Two Forum http://f-one-thirty-two.proboards.com/ hat sich nun eine Diskussion zu einem Pre-War Proxy F1 Rennen entwickelt. Bis jetzt hat mich diese Ära eigentlich nicht so interessiert, bei näherem Hinschauen habe ich einige interessante Themen und Autos entdeckt. Daher habe ich nun gemeldet und will mit einem Mercedes W165 in der sogenannten Voiturette Klasse antreten.

https://www.velocetoday.com/racing-voiturettes-1931-1940/

Das war eine etwas schwächer motorisierte Rennklasse - der Vorläufer der späteren Formel 1 -mit Beschränkung auf 1500cc Hubraum unterhalb der damals teilweise mächtig grossen GP Autos. Nachdem Mercedes diese Klasse über mehrere Jahre z. B. im damals bedeutenden Rennen von Tripolis in der italienischen Kolonie Lybien dominiert hatte, gab es 1938 eine überraschende Ankündigung auf 1500c Hubraum in den Rennen 1939, speziell in Tripoplis. Mercedes hat dann heimlich unter grosser Geheimhaltung innerhalb von 8 Monaten ein komplett neues, kleines Fahrzeug entwickelt bzw. auf die Beine gestellt.

Bild
Quelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Mercedes-Benz_W_165

Der kleinvolumige Achtzylinder mit zwei Kompressoren entwickelte eine für damalige Verhältnisse eine erstaunliche Leistung von 170 PS pro Liter Hubraum. Das Gemisch aus verschiedenen Flüssigkeiten als Treibstoff war etwas speziell, hinterherfahrende Fahrer klagten über Übelkeit und Schwindel...
Letztlich hat Mercedes Platz 1 und 2 geholt. Das Auto vom Sieger Lang mit der Nummer #16 will ich bauen. Danach sind die Fahrzeuge nicht mehr zum Renneinsatz gekommen und im Museum verschwunden. Auf Youtube gibt es Filme zu Fahrten in Tripolis (spannend!) und auch bei Showfahrten 2011 in Goodwood.

Nach meinen Recherchen gibt es dieses Auto in 1:32 bis jetzt nur von Betta und Classic, das sieht allerdings etwas unproportioniert aus. Daher wird das Auto so wie letztes Jahr der BMW komplett gebaut. Pläne findet man im Netz. In einem ersten Schritt erfolgt wieder die Grobarbeit aus leicht zu bearbeitendem PU- Schaum.

Bild

Diese erste, grobe Karosserie wird in Resine abgegossen und von dort weitergebaut.
Gruss,
Thomas


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BeitragVerfasst: 10. Okt 2018, 20:01 
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Hallo Thomas.

Nach wenig Zeit und Energie sieht das Projekt nicht aus. Scheint ja wieder zu passen. :wink:

Ich finde deine Vorgehensweise um einen neuen Body zu erstellen sehr beachtenswert. Das ist richtig scratchbuilt. Werde deinen Bericht mit interesse verfolgen.

Gruß Sven


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BeitragVerfasst: 11. Okt 2018, 07:04 
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Hallo Thomas,
dem kann ich mich nur anschließen.
Schönes Projekt, kleine Geschichtsstunde, alles sehr sehr schön.
Aber warum hast du uns den Verbrauch verschwiegen? Der Kraftstoffverbrauch betrug 137 l pro 100 km, lt. Wikipedia. :shock:
Ich drück die Daumen, dass die Zeit nich knapp wird.
Gruß
JAN


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BeitragVerfasst: 11. Okt 2018, 07:45 
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Der Kraftstoffverbrauch scheint mir jetzt nicht ungewöhnlich für damalige Verhältnisse. Viel schlimmer erscheint mir als chemisch vorbelasteter Person die Mischung aus Alkohol, Nitrobenzol, Ether and Azeton. Da kann man sich vorstellen, was bei der Spritmenge an unverbranntem Material hinten mit rauskam...
Nicht geeignet für die Umweltzone.

Ich empfehle, bei Interesse am Rennen, diesen Bericht http://www.kolumbus.fi/leif.snellman/gp392.htm zu lesen.
Das war übrigens der erste Mercedes 1,5l Wagen seit 1922 und gleich ein Doppelsieg im ersten Rennen! Wahnsinn.

Nochmal kurz zum derzeitigen Stand. Da stecken erst zwei Stunden drin, ich habe am Samstag nachmittags angefangen und am Sonntag war der erste Abzug in Resin fertig. Der ist absichtlich noch etwas pummelig um sich jetzt in dem härteren Material an die endgültige Form heranzuarbeiten. Nächste Woche bin ich im Urlaub, da kommt das Schätzchen und ein bisschen Schleifpapier mit.

Gruss,
Thomas


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BeitragVerfasst: 4. Nov 2018, 18:33 
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In der Zwischenzeit hat sich ein bisschen etwas getan. Der erste Abzug in Resine ist entstanden und wird weiter bearbeitet.

Die vielen Lüftungsschlitze in der Karosserie sind kritisch für die Optik, Unregelmässigkeiten fallen sofort auf.

Bild

Ich habe mir daher Drucke (SLA) von den Schlitzen angefertigt und eingepasst.

Bild

Nicht ganz unkritisch in die gewölbte Fläche einzupassen. Das UV- gehärtete Harz ist auch recht hart in der Beachtung. Eine Lage Grundierung und ein Foto zeigen die Restarbeiten auf...

Bild

So ein Projekt entwickelt sich, das ist wie eine Reise mit schönen und weniger schönen Momenten.

Zur Unterstützung des Projekts habe ich mir übrigens noch das wunderschöne CMC Modell in 1:18 besorgt.

Bild

Gruss
Thomas


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BeitragVerfasst: 5. Nov 2018, 07:56 
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Hallo Thomas,

deine arbeitsmethoden haben es in sich: sich ein -grosses vorbild- auf die werkbank zu stellen, um daran die detailvielfalt und herstellungsqualitäten abzuleiten,
um sie dann in einen kleinen masstab zu übertragen. Wenn dann, wie in deinem fall, die technische umsetzung gelingt, verdient das grossen respekt.
Leider, leider, sehr kostenintensiv, aber eben auch sehr motivierend.........

grüsse

claus

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BeitragVerfasst: 5. Nov 2018, 18:39 
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Das CMC Modell hat was!
Aus Metall gefertigt mit vielen schönen Details ist das schon ein Hingucker. Leider habe ich keine Möglichkeit das Modell gebührend bei mir auszustellen. Die Slotcars beanspruchen viel Platz und im Wohnzimmer wäre das für meine Familie höchstens ein Staubfänger.
Das Modell war auf Ebay übrigens „gebraucht“ gar nicht so teuer.
Vielleicht kommt das nach Abschluss des Projekts da auch wieder hin.
Gruß
Thomas


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BeitragVerfasst: 8. Nov 2018, 10:29 
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Hallo, Thomas,

Wahnsinn, wieviel Arbeit Du Dir wieder machst. Deine Art, mit mehrfachen Abgüssen jeweils von Schritt zu Schritt zu gehen, wäre mir ehrlich gesagt, zu aufwendig. Aber jeder hat ja seine Arbeitsweise, die ihm liegt und was Du so "produzierst", ist absolut überzeugend.
Ich bin jedenfalls am Fortgang des Projekts sehr interessiert, nicht zuletzt deswegen, weil der Mercedes W163 im Jahre 2006 mein Intro in dieses Forum war (mein erster post).
Damals auf der Basis eines MacPinches-body erstellt. Aus der Reihe der Mercedes-Karossen, die MacPinches damals im Angebot hatte, ist bislang nur der W125 von Pendleslot wieder aufgelegt worden.

Gruß, Taffy

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BeitragVerfasst: 8. Nov 2018, 22:22 
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Hallo Taffy,
Immerhin auch mein erster Vorkriegsrenner. Dieser mehrstufige Prozess ist für mich schneller und schlussendlich zielführender, da einfacher. Einstufig bekomme ich das nicht hin. :-)
Gruss
Thomas


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BeitragVerfasst: 24. Dez 2018, 19:04 
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Frohe Weihnachten!

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BeitragVerfasst: 1. Jan 2019, 09:48 
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Dann will ich mal hier mit einem kleinen Beitrag ins neue Jahr starten.
Der erste Probeguss ist gemacht und von der Form OK.

Bild

Leider scheint im Bereich der vorderen Wagenpartie das Silikon mit den recht frisch 3D gedruckten Einsätzen reagiert. Das Silikon hat nur genau da nicht richtig ausgehärtet und hat den ersten Abguss nicht überstanden. Nochmals...


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BeitragVerfasst: 4. Jan 2019, 18:58 
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Die dritte (!) Form hat endlich funktioniert nachdem ich das 3D gedruckte Teil der Karo mit Lack abgedeckt habe.

Der Probeabguss mit Resine ist gut genug

Bild

Irgendwie ist das Harz nach Aushärtung etwas fleckig. Was das jetzt wieder ist? Keine Ahnung...
Gruss,
Thomas


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BeitragVerfasst: 6. Jan 2019, 04:00 
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Normalerweise kommt das, wenn nicht richtig vermischt und nochmals "umgetopft" worden war, oder das Harz nicht richtig aufgeschüttelt wurde oder langsam alt wird.


Roland

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BeitragVerfasst: 6. Jan 2019, 18:24 
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Hat ich auch schon. War zu alt. Hab aber danach auch nicht weiter verarbeitet, so dass ich dir nicht sagen kann, ob es Probleme beim lackieren gibt.


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BeitragVerfasst: 19. Jan 2019, 17:38 
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Ende März müssen die Autos in UK sein, jetzt muss ich mich ranhalten.

Auch die Fahrer werden nervös und schauen nach wie der Stand ist.
Mal unter die Haube schauen!

Bild[/url]

Gruss
Thomas


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BeitragVerfasst: 20. Jan 2019, 10:30 
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Hallo Thomas,

die autos.....?? Baust du jetzt in kleinserie die mercedes-modelle ?
Wäre ja sehr konsequent, so wie du die sache angehst, mit all den abgusstechnischen feinheiten, die du entwickelst. :daumen
Lass dich bloss nicht von den herren-fahrern (-Preiser- ? ) hetzen...... :mrgreen:

grüsse

claus

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BeitragVerfasst: 20. Jan 2019, 11:07 
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Ich habe die Preiserlein schnell wieder in den Karton gesteckt, dann drängeln die nicht so. Testfahrten müssen auch noch gemacht werden.
Der hintere Mercedes ist ein Pre-Add W125 mit Fertigchassis, soll auch mit zum Proxy.
Gruss
Thomas


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BeitragVerfasst: 11. Feb 2019, 17:10 
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Hallo Thomas,

ich habe mir Taffys Anregung zu Herzen genommen und schreib zum Thema Vorderachsführung mal hier weiter. Ich hätte noch Messingrohrabschnitte mit 2,4mm innen. Allerdings nur fünfzehn Milimeter lang. Wenn ich Dir damit aushelfen kann - gerne. Alternativ gäbe es noch eine andere Variante, ist zwar etwas komplexer, aber auch zielführend. In meinem Fundus gibt es noch relativ weiches Alurohr, 3mm außen, 2,4mm innen.
Wenn Du dieses Alurohr außen etwas abschleifst, könntest Du es in ein 3mm Messingrohr einpressen und spielfrei für eine 2,38mm Achse aufreiben. Ist zwar Arbeit, gibt aber eine absolut spielfreie Führung und das weiche Alu hat mit einem Tropfen Öl noch eine gewisse Eigenschmierung.
Alles weitere gerne per PN.

Grüße,
Wolfgang


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BeitragVerfasst: 11. Feb 2019, 18:05 
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Hallo Wolfgang,
vielen Dank für das Angebot, ich werde meinen eigenen Bestand noch genauer sichten.
Der W165 bekommt übrigens ein 3D gedrucktes Fahrwerk mit separatem Motorträger, das ist so weit schon fertig und die Schraubzapfen sind schon eingeklebt.
Das Penelope Pitlane soll unter das zweite Auto, das wird ein wunderschön gemachter W125 Kit von Pendle Slot. Kein Spachteln, nichts! Nur anschleifen und lackieren.
Eigentlich wollte ich den als kleines Projekt out-of-the-box mitlaufen lassen. Jetzt werden doch schon Lager, Achsen und Motor getauscht und am Fahrer habe ich auch schon mit dem Skalpell geschnitzt.

Ich habe übrigens ziemlich zermürbende 5 (!) Silikonformen gebraucht, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war.

Bild

Die feinen Lüftungsöffnungen waren deutlich tiefer als breit. Die feinen Silikonrippen sind regelmässig ausgerissen beim Entformen. Dann habe ich diese mit Pinsel und Füllgrund etwas zulaufen lassen. Dann ging es.

Bild

Aktueller Stand. ich hatte eine neue Gunze Farbe ausprobiert. Der W125 ist OK, der W165 muss nochmals nachgearbeitet werden. Mit der sehr feinen Alufarbe sieht man die kleinsten Unregelmässigkeiten.

Gruss,
Thomas


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BeitragVerfasst: 11. Feb 2019, 20:28 
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Hallo, Wolfgang, hallo, Thomas,

Wolfgang N. hat geschrieben:
Hallo Thomas,
ich habe mir Taffys Anregung zu Herzen genommen und schreib zum Thema Vorderachsführung mal hier weiter.


Da schließe ich mich meiner eigenen Empfehlung doch gerne an.... :mrgreen:

15mm Breite reicht, habe ich nachgemessen. Ob 2,4mm Innendurchmesser reicht, wage ich zu bezweifeln. Das gibt wahrscheinlich zuviel Reibung. Aber vielleicht kann man das ja auch noch etwas aufreiben. Alternativ spende ich ebenfalls gerne ein Röhrli, wenn Du nichts passendes im Bestand hast, Thomas.

Den Aufwand mit dem Röhrchen vorne würde ich Dir auch empfehlen, wenn der W125 nicht im Proxy race laufen soll. Das Chassis macht so einfach mehr Freude auf der Bahn. Allerdings kann man den für ein Proxy zu treibenden Aufwand für ein Car, das "nur" die Heimbahn sieht, sicher reduzieren.
Insofern muss man auch nicht über Kugellager nachdenken. Auch da habe ich nachgemessen. Die vorderen Laschen sind 6,5mm breit. Wenn man eine 5mm Bohrung braucht, sind das beidseits noch 0,75mm Material. Das geht, aber dann ist die Absicherung mit eingelötetem Federstahl-Draht obligatorisch.

Für den W165 mit gedrucktem Fahrwerk wünsche ich Dir viel Erfolg. Bitte überlege auch, wo sich ggfs. noch etwas Gewicht zur Verbesserung des Schwerpunktes unterbringen lässt. Selbst wenn der im Proxy zu verwendende Motor etwas schwächer ist, liegt man mit sinnvoll untergebrachtem Gewicht und damit einem sicherer zu handhabenden Car bei einem Proxy race besser, als mit einem schnelleren aber leichten Car, das sich schwieriger handhaben lässt.

Mit der Karo machst Du Dir ja eine wahnsinnige Mühe. Fünf Formen! Und was das alleine kostet!
Kleinteile und Karos sehen sehr gut aus, bin auf den weiteren Fortschritt gespannt.

Gruß, Taffy

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BeitragVerfasst: 11. Feb 2019, 21:28 
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Hallo Taffy,
Zu den Proxy Fahrwerken hatten wir uns schon beim BMW für das 67 F1 Proxy unterhalten. Ich habe dann auch Lehrgeld für das leichte Chassis bezahlt. Bei den ersten Rennen war ich im - vornehm ausgedrückten -hinteren Teil des Feldes. Mit gerichteten Schleifern und auf Holz ging das Auto besser. Im jetzigen Pre War Proxy scheint eine neue Situation vorzuliegen. Schmale Reifen und hohe Autos und Holzbahnen.

Der W165 in der Voiturette Klasse liegt ohne Kleinteile und Lack bei gut 50g, ganz gut und mit Motorwackel und Offsetanordnung des Motors bei den ersten Testfahrten auf meiner leider etwas staubigen Bahn auch stabil zu fahren. Der Motor ist auf 18.000 Touren begrenzt und profitiert vom niedrigen Gewicht. Im Motorhalter könnte noch ein kleines Messinggewicht zwischen Motor und Kronrad montiert werden. Das passt genau zwischen die Gleitlager und braucht keine weitere Führung. Hoffentlich. :-)

Der deutlich grössere W125 bekommt einen drehfreudigeren Motor mit 25.000 Touren ebenfalls in schmaler FF Bauweise. Falls noch Zeit wäre, könnte man mit einem anderen Chassis einen richtig kräftigen Motor verbauen. Aber ich lasse das besser, soll ja überschaubar bleiben und ich will das Auto in einem Stück zurück.

Zu den Silikonformen. Das hat Zeit gekostet, die ist momentan rar. Der Silikonpreis ist gar nicht so das Thema. Bei der Handschuhtechnik hat so eine Aussenform nur ungefähr 120g, kostet dann drei bis vier Euro, ein bisschen Geld für Stewalin und geschätzte drei Stunden Zeit.

Die Kleinteile sind mit dem SLA gedruckt, der bringt eine erstaunliche Qualität. Der Fahrer ist ein zurechtgestückelter Kollege von Immense Miniature, viel Platz im Cockpit ist nicht. Der Rücken ist abgeschliffen und ausgefräst.

Im Übrigen dokumentiere ich die Daten in einem Excel-Sheet, nicht das ich sofort wieder eine Penalty vor Rennstart bekomme.
Gruss
Thomas
Edit: passendes Messingrohr vorhanden, danke für die Unterstützung!


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BeitragVerfasst: 11. Feb 2019, 23:35 
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Thomas, was für einen SLA benutzt Du ? Anycubic ?

Roland

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BeitragVerfasst: 11. Feb 2019, 23:59 
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Taffy hat geschrieben:
...Ob 2,4mm Innendurchmesser reicht, wage ich zu bezweifeln. Das gibt wahrscheinlich zuviel Reibung....

Gruß, Taffy



Das Verstehe ich nicht. Ich benutze schon immer 3/32, also 2,38 mm - Achsen.
Dazu passend - und zwar saugend - die Gleitlager. Die werden kurz mit hoher Drehzahl und etwas Einlaufpaste behandelt, mit einer exakten 3/32 Achse ( "drill blank" ), dann gereinigt, erhitzt ( aber nicht dabei ausgelötet…), bekommen heiß einen Tropfen Öl ( Sinterbronze ) und das wars. Wirklich glatte Achsen laufen darin fast wie in Kugellagern.

Jedes halbe Zehntel Lagerspiel bringt Unruhe ins Fahrzeug, die sich immer im falschen Moment negativ bemerkbar macht. Mag das Spiel auch klein sein, es ist ein Quentchen der Summe von negativen Kleinigkeiten, die dann so schwer zu definieren sind, wenn man das Gefühl hat, dass das Modell einfach nicht hundertprozentig liegt.
Klappernde Achse - peinlich :mrgreen: .

Wenn man die Achse - und sei es auch noch so wenig - in den Lagern "kippeln" kann, dann ist das falsch ( wenn es um Wettbewerbsfahrzeuge geht ).

Roland

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BeitragVerfasst: 12. Feb 2019, 07:09 
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Bei den Röhrchen hat man m. E. eine andere Situation.
Beim Gleitlager laufen die Achsen aussen auf zwei winzigen Flächen. Im Röhrchen kann die Achse leicht kippeln und läuft damit auch - sozusagen - auf zwei Kanten. Wenn das genau passen würde, wäre der Widerstand durch grosse Kontaktflächen m. E. zu hoch.
Gruss
Thomas


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BeitragVerfasst: 12. Feb 2019, 11:34 
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Ich gebe zu, ich habe mit dieser Art der Vorderachshalterung nicht viel Erfahrung. Geschweige denn die, die Roland hat. Insofern ist meine Aussage mehr eine Sache des Bauchgefühls. Ich würde davon ausgehen, dass etwas mehr Spiel der Achse im Röhrchen + zusätzlicher Schmierung für weniger Reibung sorgt. Insbesondere mit den von uns Feld-Wald- und Wiesen-Slottern verwendeten Standard-Materialien. Ich kann mir aber vorstellen, dass mit der von Roland beschriebenen Vorbereitung, evtl. dann auch mit dem beschriebenen Silikonfett, eine satt ins Röhrchen passende Achse sehr gut läuft. Ich werde das bei Gelegenheit ausprobieren.
Klappern tun meine Achsen in den 2,5mm Röhrchen allerdings nicht 8-) .

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BeitragVerfasst: 12. Feb 2019, 12:53 
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Ich werde ein Röhrchen (mit Schmieröffnung) einbauen und dann berichten!


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BeitragVerfasst: 12. Feb 2019, 15:49 
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....denn auch hier, wie in anderen lebensbereichen gilt die devise: wer gut schmiert, der gut fährt ......... :mrgreen:

grüsse c.

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BeitragVerfasst: 13. Feb 2019, 00:25 
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Da wir all nun offenbar seit den Sechzigern das mit den Röhrchen falsch machten, bleibt nur noch den Kopf zu senken und an der Erfahrung und den Erkenntnissen einer ganzen Slotracer - generation zu zweifeln.

Was ich hiermit reumütig tue und in Zukunft das Feld den Wissenden überlasse. :mrgreen: -
obwohl ich mich eindeutig mit den Problemen klappernder Achsen und dadurch nicht optimal liegender Chassis beschäftigte und weniger mit Reibungsproblemen. ( Vielleicht noch mal meinen Beitrag lesen ? :wink: )

Dass die Reibung ( mit der ich mich in meiner Antwort nicht explizit beschäftigte ) bei einem durchgehenden Röhrchen definitiv IMMER höher ist, sollte auch ohne Physikstudium klar sein.
Aber ich erachte es als müßig, dazu noch mehr Worte zu verschwenden.

Roland

Taffy, ich gehe immer von 3/32" aus. Aber offenbar fährst Du metrische Achsen, oder ? Denn in einem Innendurchmesser von 2,4 mm würde eine 2,38mm (3/32" ) - Achse sehr gut und frei laufen, und das bei lediglich einem Hundertstel Spiel wirklich geringe Klappern und Kippeln wäre bei diesen unsensiblen Fahrzeugen natürlich zu vernachlässigen.

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BeitragVerfasst: 13. Feb 2019, 07:14 
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:-)

Klär uns bitte auf!
Gruss
Thomas


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BeitragVerfasst: 13. Feb 2019, 08:35 
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blacky hat geschrieben:
Da wir all nun offenbar seit den Sechzigern das mit den Röhrchen falsch machten, bleibt nur noch den Kopf zu senken und an der Erfahrung und den Erkenntnissen einer ganzen Slotracer - generation zu zweifeln.

Denn in einem Innendurchmesser von 2,4 mm würde eine 2,38mm (3/32" ) - Achse sehr gut und frei laufen, und das bei lediglich einem Hundertstel Spiel wirklich geringe Klappern und Kippeln wäre bei diesen unsensiblen Fahrzeugen natürlich zu vernachlässigen.


Eigentlich wollte ich ja nichts mehr dazu schreiben, aber auch mir erschließt sich nicht, warum eine Achse mit 2,38mm in einem Röhrchen von 2,4mm zu wenig Spiel haben sollte. Diese Paarung verbaue ich bei meinen Eigenbauten seit über zehn Jahren (zumindest) zu meiner vollsten Zufriedenheit.

Grüße,
Wolfgang


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