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 Betreff des Beitrags: Maserati 450 s coupe Le Mans 1957
BeitragVerfasst: 21. Nov 2017, 14:44 
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Hallo geschätzte mitbastler / leser;
hallo Le Mans fans,

bereits vor einiger zeit habe ich das modell des Maserati 450 s, #2 , in der offenen karosserievariante vorgestellt.
Nun folgt mit diesem baubericht das nicht weniger interessante coupe gleichen bautyps. Das -baugleich- bezieht sich
auf die technische grundlage der fahrzeuge: beide sportwagen wurden von einem achtzylinder mit 4,5l hubraum angetrieben,
beide hatten identische fahrwerkskonstruktionen. (radstand, spurweiten, technische konzeption)
Das coupe, der geschlossene zweisitzer, unterschied sich daher durch seine eigenwillige karosserieform, die ihren ursprung im entwurf
des englischen ingenieur F. Costin hat und bei -Zagato- in Mailand gefertigt wurde. Ihre gestalt wurde durch windkanalversuche
ermittelt und optimiert, die aerodynamisch geformte karosse erfüllte jedoch nicht die hohen erwartungen, da man zu kühlungszwecken
der aggregate für den rennbetrieb zusätzliche öffnungen in die alukarosserie schneiden musste, die die stromlinienform der karosse erheblich störten.
Im rennen schied der von S. Moss/H.Schell pilotierte Maserati, #1, bereits nach fünf stunden mit technischem defekt aus.

Einige abbildungen des originals vorab:

Bild
foto aus -Le Mans, the jaguar years-, 1949-1957, brookland books s.166

Bild

Bild
fotos aus -24 heurs du mans-, c.moity/jm. teissedere, s.384/385


Ein kontakt ermöglichte mir an einen einfach gehaltenen abzug einer -master-karosse dieses modells zu gelangen.
Diese als grobform angelegte karosse in resine prüfte ich zunächst auf ihre masshaltigkeit; im anschluss wurden die
karosserieöffnungen freigelegt und die karosserieform nachgearbeitet. Zur besseren bearbeitung, stichwort
schleifen von oberflächen - wurden teilweise vorhandene karosseriedetails entfernt.

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Bild


Die proportionen eines modells bzw. der karosse lassen sich für mein verständnis erst klarer beurteilen, wenn das modell auf seinem fahrwerk steht.
In diesem fall ist dieses eine konstruktion aus zwei längslaufenden trägerprofilen, bauhöhe ca.11mm (aus polystyrolplatte d: 1mm), verbunden frontseitig
mit dem motorhalter (Revell, frontmotorposition, zum einbau Mabuchi FC-130) und einer rückwärtig zwischen die trägerebenen eingeklebten bodenplatte.
Wesentliche technische bauelemente wie achsen, lager usw. stammen aus dem -Slot.it- bauteilelager.
Die speichenfelgen (alufelge zweiteilig mit zwei speichenebenen) sind konstruktionen, die der engländer P. Seager-Thomas herstellt.
Mittlerweile wieder in vereinfachter bauform lieferbar, wurden die speichenfelgen mit reifengrössen durchmesser ca. 22mm bestückt.
(an der vorderachse sind die reifenbreite 4,5mm, an der hinterachse 5,5mm)
Mit diesen festlegungen war die grundkonzeption des modells vorgenommen und weitere bauschritte konnten begonnen werden.

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Es bestimmt nicht allein das handwerkliche können, ob ein modell gelingt, vielfach spielt der geplante bauablauf die entscheidende rolle.
Ich will damit nicht behaupten, dass schon die vorstellung, man müsse nur systematisch genug arbeiten damit fehler nicht entstehen,
ein gelungenes modell ermöglichen, aber rechtzeitige überlegungen wie bauschritte ineinandergreifen, welche gegenseitigen abhängigkeiten
ggf. bestehen erleichtern das vorhaben sicherlich.

So soll das modell, wie alle meine bisherigen -kandidaten-, wieder mit fahrlicht für front und heck ausgestattet werden.
Die beiden hauptscheinwerfer sind in die karosserieform des vorderwagens intergriert, sie liegen zurückversetzt in einem scheinwerfergehäuse
und sind mit einer gläsernen verkleidung abgedeckt.

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Zunächst habe ich die ovalen aussparungen in der resinekarosse angelegt; dann wurden die aus einem ausgedienten bausatz (Porsche 911)
entnommenen scheinwerfergehäuse zurechtgeschnitten und von der unterseite in die karosserie eingeschoben, in ihrer lage ausgerichtet und fixiert.
Die umlaufende anschlussfuge wurde ausgespachtelt.
(der vorgang war nicht ganz unproblematisch, da die karosseriebenen im vorderwagen zur unterseite deutlich eingezogen sind und wenig platz für
entsprechendes arbeiten boten....)

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Als gewisse herausforderung erwiesen sich die scheibeneinbauten. Alle scheibenflächen waren anzufertigen.
Im original sitzen die front und heckscheibe nahezu flächenbündig in der karosserie; entsprechend sollte diesem umstand auch im
modell rechnung getragen werden, ist doch die lage der scheibenflächen formal sehr bestimmend. (die seitenscheiben sind schiebefenster,
sie sitzen gestaffelt zurückgesetzt in der öffnung, sie werden zum endgültigen zusammenbau als einzelne scheibenebenen ins modell eingebaut,
ebenso die dreiecksförmigen seitenfenster seitlich der frontscheiben)
Alle verglasungsflächen sind nur schwach gewölbt, die rechtecke der frontscheibenform sind sogar als plane flächen vorgegeben.
Kleinere scheibenflächen klebe ich für gewöhnlich in die karosserieöffnung direkt ein; bei diesem modell mit der grossen heckscheibe
und der zweigeteilten frontscheibe sind diese jedoch nicht stabil einzubauen, benötigen daher eine lagesicherung.

Frontsscheibe: die einzelnen scheibenflächen werden zwischen zwei anschlagebenen eingesetzt. Die untere, auf karosserieebene des
motorraumes ist eine durchlaufende nut, die in die karosse eingefräst ist, die obere, entlang der dachlinie, ist eine dünne anschlagleiste
(polystyrolprofil ca. 0,2x0,2mm) der öffnungskante minimal zurückversetzt innenseitig befestigt.
Zur einbauprobe der scheibenkonstruktion habe ich mir aus papier eine schablonenflächen gefertigt.

Bild

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Bild

Heckscheibe: die leicht gewölbte heckscheibe, sie wurde aus einer überzähligen vak-form herausgeschnitten, liegt auf einer umlaufenden
rahmenartigen anschlagleiste. Diese ist ebenfalls aus feinem polystyrolprofilen erstellt und mit ca.0,5mm abstand von der oberen karosseriekante
in der karosserieöffnungsinnenseite befestigt.

Bild

Bild

Die scheinwerfergehäuse erhalten abdeckhauben: im -fundus- fand ich passende einsatzstücke (Porsche 917k); sie wurden entsprechend
formmässig bearbeitet, ihre anschlusskanten der relativen materialstärke (ca. 1mm) wegen umlaufend angeschrägt, was zugleich dem
passgenauen sitz des formteils in der öffnung zu gute kam.

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erster zwischenstand vor den lackierungsarbeiten, das modell in der rohkarosse mit nahezu allen detailaussparungen......

Bild

Bild

Bild


fortsetzung folgt .........

beste grüsse

claus

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BeitragVerfasst: 21. Nov 2017, 16:18 
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Bleibt der Fensterrahmenbereich in der Tür so dick, oder wird da noch Material abgetragen ?

Roland

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BeitragVerfasst: 21. Nov 2017, 17:16 
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Hallo Roland,

nächster arbeitsschritt ist der zuschnitt ausstehender scheibenflächen (front und seiten)......, dann wird nochmal hand an
die rahmenstücke gelegt.....So bleibt das keinesfalls..... :mrgreen:

grüsse

claus

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BeitragVerfasst: 21. Nov 2017, 18:34 
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Hallo claus

Sehr schönen Baubericht hast du bis hierher wieder für uns verfasst. Auch die ausführliche Bebilderung lässt einen die einzelnen Schritte gut verfolgen. So kann man immer ein bisschen für die eigenen Modelle dazu lernen.
Die Karo sieht interessant aus. Bin gespannt auf das fertig eingefärbte Ergebnis.

Gruß, Sven


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BeitragVerfasst: 22. Nov 2017, 19:25 
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Hallo claus,

ich kann Sven nur zu 100% zustimmen. :daumen
Ich kannte das Auto bisher noch garnicht. Aber die Form und Linie der Karosserie spricht mich sehr an. Bin auch schon gespannt wie das in Farbe wirkt.

Beste Grüße,

Ecki

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BeitragVerfasst: 22. Nov 2017, 21:05 
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Ich habe die Entstehung des Ausgangmodells aus einem Stück Balsaholz im Slotforum verfolgt. Das Auto hat für mich eine fast brutale Ausstrahlung und erreicht durch Deine Nacharbeit eine neue Qualität. Ich bin gespannt auf die ersten Bilder im lackierten Zustand.
Gruß,
Thomas


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BeitragVerfasst: 23. Nov 2017, 00:43 
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-claus- hat geschrieben:
Hallo Roland,

nächster arbeitsschritt ist der zuschnitt ausstehender scheibenflächen (front und seiten)......, dann wird nochmal hand an
die rahmenstücke gelegt.....So bleibt das keinesfalls..... :mrgreen:

grüsse

claus


Danke, Claus, ich war mir nicht sicher. Damals gab es ja auch noch sehr dicke Säulen.

Gruß

Roland

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BeitragVerfasst: 23. Nov 2017, 18:11 
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Hallo miteinander,

ich habe das schöne wetter heute nachmittag genutzt:
die grundierung in mutigem grau ist entstanden............so lässt sich die formgebung des -Maserati- deutlicher ablesen.....

Bild

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und noch ein bild, das die -dimensionen- des Zagato- zeigt. (.......zwar verzerrt die optik des i-phone, dennoch......)

Bild


fortsetzung wird folgen......

grüsse

claus

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BeitragVerfasst: 23. Nov 2017, 18:42 
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Hallo claus.

Ja,so kann man die Formen schon gut sehen. Mich begeistern vor allem wieder die perfekten Gravuren.

Gruß, Sven


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BeitragVerfasst: 23. Nov 2017, 22:38 
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Wahnsinn, was Du aus dem Modell herausgeholt hast. Mit dem grauen Lack sieht das Auto sehr chic aus.
Gruß,
Thomas


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BeitragVerfasst: 15. Dez 2017, 18:32 
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Hmm, nicht immer haben die Konstrukteure damals auch schöne Autos auf die Räder gestellt. Der Übergang Frontscheibe-Dreiecksfenster-Tür gehört formal eigentlich verboten. Ich bin mir aber sicher, claus, dass auch dieses Car nach Deinem Aufbau später wieder formidabel aussieht.Auch, wenn es sicherlich diesmal mal nicht meinen persönlichen Geschmack trifft.

Gruß, Taffy

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BeitragVerfasst: 15. Dez 2017, 20:43 
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Hallo Taffy,

ich sage sicher nichts neues, wenn ich festhalte, dass sich über -schönheit- durchaus trefflich diskutieren lässt.
Gerade die entwürfe/arbeiten aus dem hause -Zagato- kann man sehr kontrovers berurteilen. Um dir meine meinung zu dieser form zu schildern:
die karosse ist eigentlich für mein empfinden formal unausgewogen, tendenziell durch ihre eigenartigen proportionen verzogen, partiell sogar hässlich,
aber paradoxerweise erreicht ihre gestalt damit wieder eine -andere form- von -schönheit-. Dieses phänomen einer überzeichung findest du fast
bei allen überarbeitungen von karosserien, die mit dem -logo- -Z- versehen sind.
(zum vergleich, schau dir mal im netz die weitertentwickelte -strassenversion- an..........)

grüsse

claus

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BeitragVerfasst: 9. Jul 2018, 09:20 
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.......nun ist doch einige zeit vergangen, bis ich es wieder an den basteltisch geschafft habe, um endlich das -projekt- und den baubericht
abschliessen zu können.

Noch vor der decklackierung, im rohbauzustand gewissermassen, erfolgte der einbau der beleuchtung für front und heck.
Nachdem ich es für sinnvoll erachte, karosserie und chassis getrennt zu halten, nicht durch lange kabelstränge oder steckverbindungen
verknüpfen zu müssen, erfordert dies einen aufbau der beleuchtung auf dem chassis. Zu diesem zweck schneide ich -unterkonstruktionen -,
in der regel an die innenkarosserieform in grösse und form angepasste profilstücke aus polystyrolplatten ( d:0,5 mm), die als halterungen
für die led glaskörper dienen. Das leuchtmittel (led, front 3mm, weiss warmton!, keine xenonfarbigkeit, ist ja ein auto aus den fünfzigern)
wird unmittelbar in eine entsprechende bohrung in der fronthalterung eingeschoben und dort fixiert.
Vor den gebohrten öffnungen in der karosserie setzte ich zur abschirmung des led-profils immer kleine profilierte streuscheiben, denn
wer will im modell den led´s sehen. Sollten die platzverhältnisse ein kürzen des led-glaskörpers erzwingen, kann man das mit einer
trennscheibe ausführen. ( nicht jedoch den glühfaden beschädigen!)
Sinngemäss erfolgt der vorgang beim heck; hier jedoch verwende ich fast immer -sim-led bauteile, die mit ihrer rechteckkörperform
direkt auf die unterkonstruktion verklebt werden.
Die verdrahtung, bzw. verbindung mit der regelelektronik erfolgt auf der chassisgrundplatte.
Bei diesem modell ist die regelelektronik für dauerlicht im heck auf einer separaten unterkonstruktion seitlich vom kronrad untergebracht.

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Nach den lackierarbeiten wurden alle details zusammengetragen, die endmontage konnte beginnen.
Das nachstehende foto liefert einen überblick.

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Wie fast immer stellte der scheibeneinbau eine gewisse herausforderung dar. Gerade bei diesem modell bestimmt die lage und der passgenaue sitz
der einzelnen scheibenfläche die formale qualität des modell sehr.
Mit ein wenig nacharbeit konnten die scheiben ins modell nach bewährter methode mit hilfe der wasserklebelösung unfallfrei eingesetzt werden.

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Der cockpiteinbau als dreidimensionale plastik wurde auf basis einer grundplatte, sie stammt aus einem alten -Fly- relikt-,
begonnen. Ergänzt zu einem bauteil wurde das durch einen angefertigten armaturenbretträger und der heckablage,
die zugleich das zu jener zeit in den internationalen wettbewerben erforderliche ersatzrad aufnimmt.
Die fahrerfigur ist ebenfalls mehrteilig: kopf mit helm sitzen auf einer überarbeiteten -Fly-fahrer(rest)figur,


Bild

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das modell im überblick:

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und noch ein paar impressionen der beiden fahrzeuge #1 und # 2 (version coupe und spider Le Mans 1957)

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beste grüsse

claus

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BeitragVerfasst: 9. Jul 2018, 09:34 
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Hallo Claus,
es ist wieder ein wunderbares Modell entstanden! Die Dokumentation ist sehr aufschlussreich, das Explosionsbild der Teile eine tolle Idee.
Zuerst alle Teile fertigstellen und dann montieren, eigentlich einleuchtend und logisch aber nichts für ungeduldige Menschen.
Gruss,
Thomas


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BeitragVerfasst: 9. Jul 2018, 11:08 
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Wunderschön! :clap2

Schnitzer


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BeitragVerfasst: 9. Jul 2018, 19:57 
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Hallo claus.

Astrein. Das fertige Fahrzeug lässt einen vor Neid erblassen :wink: Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll zu loben.
Mir gefallen die ganzen Kleinteile die du angebracht hast. Ich meine z.Bsp. Die Foto geätzten Teile. Auch der kleine Bügel über dem oberen Scheibenwischer.Die kleine Scheibe auf der Haube.Die ganzen sauber angelegten Öffnungen in der Karo :daumen . Auch die angedeuteten Nieten.Naja, und natürlich die Scheiben. Auf dem Tablet kann man ja so schön zoomen. Perfekt! Gerade die Frontscheibe sieht perfekt aus. Sie wirkt irgendwie etwas futuristisch.
Ich hab leider nich so richtig Zeit gefunden zum basteln. Hab mir im Januar endlich wieder ein Motorrad zugelegt, und es zum Café Racer umgebaut. Werde aber hoffentlich auch bald wieder hier Aktiv mitwirken.

Gruß, Sven


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BeitragVerfasst: 9. Jul 2018, 20:16 
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Lieber claus,

gut, sprechen wir also nicht über Schönheit :wink:

Ich schließe mich Thomas an: das Bild mit der Übersicht der zu montierenden Teile IST eine gute Idee, und ja, auch mir würde das in meiner Ungeduld gar nicht gelingen...
Wir haben uns ja schon über unsere unterschiedlichen Auffassungen zum Thema "kreativer Prozess" und seiner Daseinsberechtigung beim Slotcar-Basteln ausgetauscht...bei mir kommt am Ende öfter mal was anderes raus, als am Anfang gedacht und geplant (war beim Austin-Quickie im übrigen auch so). Insofern schaffe auch ich ed nicht, alle Teile für sich erstmal vorbereiten und erst am Ende zum Kunststück zusammenfügen. No way.
Wenn man aber solch eine Präzision anstrebt, wie Du, dann ist das wohl der einzig mögliche Weg. Chapeau dafür und Chapeau für das exzellente Ergebnis!
Dass mir der Spider von seinen Formen her aber doch besser gefällt, darf ich dennoch sagen :-)

War das Cockpit-Heckteil beim Kit dabei (ich sehe es allerdings auf den ersten Fotos nicht) oder hast Du das mit dem Ersatzrad auch selbst gefertigt. Wenn ja, würde ich mich über eine kurze Erläuterung freuen.

Wie gut, dass es dieses Forum gibt. Im internationalen Forum bekomme ich in verschiedenen Browsern die Bilder nicht als Bilder angezeigt, sondern muss die Links einzeln anklicken. Abgesehen davon fällt es mir immer noch leichter, eine Baubeschreibung auf deutsch zu lesen...

Gruß, Taffy


PS: à propos Café-Racer, Sven, das ist zwar in diesem Forum etwas o.T., aber was sagst Du zu meinem?

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BeitragVerfasst: 10. Jul 2018, 07:46 
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Hallo lieber Taffy,

also, das modell ist auf basis einer rohkarosse entstanden. Es gab keinerlei bauteile oder sonstige kleinteile.
Somit ist auch das cockpit, bzw. seine heckpartie mit dem eingelegten ersatzreifen in eigenregie entstanden.
An der rückwand des cockpits ist eine dünne polystyrolplatte (d: 1 mm) entsprechender form angeklebt.
In diese habe ich eine kreisförmige öffnung geschnitten, die dem durchmesser des ersatzreifens entspricht.
Besagten reifen jedoch in seiner bauhöhe (reifenbreite) halbiert - er würde sonst mit der oberkante der regelelektronik
höhenmässig kollidieren - und mit felge ausgerüstet in den ausschnitt eingeklebt. Darauf noch die halterung=lagesicherung
- aus papierstreifen gefertigt und lackiert - mit ihrer zentrierung im felgenmittelpunkt aufgesteckt und ebenfalls verklebt.

Noch ein nachtrag: ich bin ganz deiner meinung, die spider versionen dieses bautyps sind die formal stimmigeren karosserieformen.
Die gestalt des coupes ist unausgewogen, partiell wirkt sie durch ihre übergänge regelrecht -brutal.-
Nun muss man die historie dieser coupeform einblenden um zu verstehen, warum sich die gestalt so entwickelt hat.
Maserati wollte in zusammenarbeit mit dem französischen ingenieur F. Costin eine aerodynamisch optimierte form
entwickeln, die bei -Zagato- gebaut werden sollte. Gesagt, getan, nur leider erwies sich die zusammenarbeit als schwierig,
und nicht sehr effektiv, was der zielsetzung, eine optimierte coupeform auf einem Maserati-fahrgestell zu erzeugen
nicht besonders zuträglich war. Zudem zeigte sich nach ersten fahrtests, dass der achtzylindermotor thermische probleme
durch zu geringe kühlung hatte, der cockpitinnenraum sich mächtig aufheizte. Man entschied sich karosserieveränderungen
vorzunehmen, die (zahlreiche) ausschnitte für kühl/abluftöffnungen vorsahen.
Und so wurde die gesamtform weiter verunklärt, was die gestalt nicht verbesserte.........

grüsse

claus

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BeitragVerfasst: 10. Jul 2018, 08:49 
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Lieber claus,

vielen Dank für Deine Erläuterungen zum Ersatzrad. Tut mir leid, ein etwas genauerer Blick auf das entsprechende Foto hätte meine Frage überflüssig gemacht. Immer diese Flüchtigkeit...

Zu Deiner Angabe "mit dem französischen Ingenieur F. Costin" war ich erst versucht, es bei einem "na, wieder was gelernt" zu belassen, hatte ich ihn doch immer für einen Engländer gehalten. Dann gewann aber meine Neugier die Oberhand und ich googelte los (falsch, ich verwende immer ixquick als Suchmaschine). Mit dem Erfolg, dass ich über seine originäre Herkunft erstmal nichts erfahren habe, offensichtlich gehen die Quellen ganz selbstverständlich davon aus, dass er aufgrund seiner Tätigkeit in England auch Engländer sein müsse. HIER findet sich dann jedoch der Hinweis: "Frank Costin was born on June 8, 1920 to an Irish/Italian mother and an English father". Faszinierender Lebenslauf dann, auf jeden Fall wert, sich damit einmal genauer zu befassen. Danke für diesen Anstoß!

Gruß, Taffy

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BeitragVerfasst: 11. Jul 2018, 06:45 
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Hallo Taffy,

du hast mich zum thema Frank Costin doch verunsichert: ich hatte vor langem gelesen, besagter sei franzose, leider ist mir die informationsquelle
nicht mehr bekannt, na wie dem auch sei, womöglich hast du doch recht, wenn man seinen lebenslauf bei -wikipedia- studiert, dann könnte man
annehmen, dass er engländer war..........

grüsse

claus

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