Für die Chefetage von General Motors war die Corvette ein Mißerfolg und ihr Ende 1955 bereits beschlossene Sache. Die Neuigkeit, daß Ford 1955 einen Zweisitzer mit Achtzylinder-Treibwerk bringen würde, rettete die Corvette jedoch vorerst. Bei Chevrolet versuchte man, die Verkaufszahlen der Corvette über Rennerfolge anzukurbeln. Die Verkäufe stiegen, als 1955 die erste Corvette mit einem 4,6 l V8-Motor auf den Markt kam, die Corvette-Chefingenieur Zora Arkus-Duntov mit einem Dreigang-Schaltgetriebe kombinierte.
Duntov, der selbst Rennfahrer und zudem ein ausgezeichneter Techniker war, wusste, dass mit der Einführung des Smallblock-V8-Motors aus der Corvette ein ernsthafter Sportwagen werden konnte. Das Management gab ihm die nötige Unterstützung und tatsächlich, der Einbau des 265 cui V8 in das neue 55er-Modell erwies sich als Treffer. Duntov plante, mit der Corvette an den Daytona Beach Speed Weeks teilzunehmen.
Daytona Beach wurde ursprünglich dadurch bekannt, dass auf dem Strand zwischen 1905 und 1935 fünfzehn Geschwindigkeitsweltrekorde aufgestellt wurden. Ab 1935 nutzten die Fahrer die Boneville Salt Flats in Utah, da der 150 m breite Strand in Daytona zu schmal für weitere Weltrekorde wurde.
In Daytona wurden danach von der (hier gegründeten) NASCAR noch die beliebten „Speed Weeks“ und zwischen 1949 und 1958 auch reguläre Rennen auf dem Strand veranstaltet. Die Speed Weeks waren für für Duntov und General Motors eine schöne Gelegeheit werbewirksame Rekorde zu sammeln. Die Chancen auf einen Sieg bzw. einen Rekord waren aufgrund der zahlreichen Klassen sehr gut.
Vorbereitet wurden die Corvettes in der Werkstatt von Smokey Yunick.
Ende 1955 unternahmen Zora Arkus-Duntov, John Fitch, and Betty Skelton mit drei Corvettes am Strand von Daytona Beach erste Geschwindigkeitsversuche. Anfang 1956 nahmen Duntov, Fitch und Skelton mit den drei Corvettes (darunter die Corvette mit der Startnummer 16) an den „Daytona Beach Speed Weeks“ teil. Duntov erreichte über die fliegende Meile mit einen Schnitt von 150,58 mph bzw. 242,33 km/h einen neuen Klassenrekord. Betty Skelton stelle einen neuen Rekord für den amerikanische Sportwagen auf, und John Fitch lenkte eine Corvette in der Sportwagen-Klasse über die stehende Meile.
das ist ja 'n Knaller!!!
Schöne Geschichte zu einem ausserordentlich schönen und interessanten Auto.
Werkstatt von Smokey Yunick nicht schlecht...
Sorry, aber ich hab natürlich noch viele Fragen offen:
was hast'n für'n Fahrwerk drunter?
Die Reifen/Felgen kann ich nicht zuordnen, sind auch wg. der schwarzen Lackierung schwer auszumachen.
Wenn die Stoßstangen mit Baremetall beklebt sind, wie hast'n das so faltenfrei hinbekommen?
Die roten Hütchen im Sand gefallen mir. Hast du eine Resine-Sonderserie aufgelegt?
Die Fahrerfigur nicht fest einzukleben war 'ne gute Idee
für die Hütchen hab ich einfach die Form mit einem Bleistift und der Rückseite eine Filzstiftes in Plastilin eingedrückt und dann mit Resine ausgegossen. Auf Wunsch kann ich eine Serienproduktion starten.
Die Stoßstangen sind mit Bare Metal verchromt. Geht eigentlich recht gut, wenn man mit kleinen Stückchen arbeitet. Ich mache immer erst die Unterseiten und dann etwas überlappend die obere Seite. Alternativ könnte man auch Humbrol Polierfarbe versuchen.
Fahrwerk ist ein Eigenbau auf Epoxyd-Leiterplatte mit Frontmotor im selbstgegossenen Resinemotorhalter.
Achsen von Cartrix, Reifen sind von Carrera und die Felgen stammen von A2M (BRM).
Von diesem Auto soll es eine Kleinserie für das ACIS 1-Chassis von wobl geben. Wegen dem Inlinermotor habe ich dafür ein flaches Inlet vorgesehen. Die Siebdruckdecals stammen übrigens (wie beim 907er) von Wolfi:
Jawoll ,so ist das,oder was glaubt ihr was mein chassis jetzt so beschleunigt hat? Und damit ist auch der Basisradstand von 81mm erklärt und die Höhe ebenfalls.Homer wird diese Woche von mir noch ein Handmuster in seiner Spezifikation bekommen und nach seiner Freigabe steht dem Serienstart nichts mehr im Weg! :driver
Übrigens,toll geworden das Teil :top
Basis war wie bei dir die 1:32 diecast Corvette aus der "Duntov Collection". Ich habe die noch etwas umgearbeitet, weil sie mir zu spielzeugmäßig ausgesehen hat. Dazu habe ich an einen ersten Abguss die (verkleinerten) Zierleisten und Stoßstangen des Metallmodells angebracht. Außerdem hab ich alle Türen und Haubenspalten nachgraviert, da diese nur leicht angedeutet waren.
... ich schlackere mal wieder mit den Ohren. Nur eines frage ich mich: Warum hast du die Scheinwerfer so gemacht? Da ich bei deinen Arbeiten Unvermögen ausschließe , unterstelle ich, dass du dir da beim weglassen der Gitter was gedacht hast...
Ansonsten wieder ein Traummodell, für mich als Corvette-Sammler besonders.
Danke für den Ausschluss, aber ein Gitter mit umgerechnet ca. 0,05 mm zu gravieren, daß noch dazu von einer Folie verdeckt wird, übersteigt dann doch meine Fähigkeiten.
Was ich gemacht habe (aber auf den Fotos leider nicht rüber kommt) ist, daß ich die Scheinwerfer nach dem klarlacken mit dem Pinsel mattweiß lackiert habe.
wieder einmal ein wunderschöner Amerikaner von Dir. Reißt mich glatt zu einem Kommentar hin, obwohl momentan das Thema Slotracing notgedrungen (!) ganz weit unten auf meiner Prioritätenliste rangiert.
Fahrzeug und fotografische Umsetzung gefallen mir äußerst gut!
Mal sehen, wann ich meine Corvette auf die Räder stellen kann (und ob sie dann auch so gut aussehen wird)...
Sehr gut gefällt mir Deine Chassis-Konstruktion mit dem selbstgegossenen Motorhalter. Da werde ich mir etwas von abschauen! Denn ich werde wohl bei meinen weiteren Projekten oftmals auch weiterhin nicht um den Chassis-Selbstbau herumkommen. Das neue 1:32er-Schöler-Chassis, an sich fantastisch, ist nämlich, wie ich bereits ausprobiert habe, leider für Karossen mit kürzerem Radstand ungeeignet.
Optisch sehr schön sind für die Corvette auch die Porsche356-Felgeneinsätze, die es von A2M gibt, in Kombination mit einemZentralverschluss, z.B. aus einem der Speichenräder-Sets von A2M (da ist ja immer die doppelte Anzahl Zentralverschlüsse bei, wenn ich mich nicht irre).
die 356er Felgeneinsätze sind ein guter Tipp. Leider ist die Bestellung bei A2M schon raus, sonst hätte ich mir ein paar mitbestellt. Bei den Speichenfelgen sind immer Zentralverschlüsse mit zwei und welche mit drei Flügeln dabei.
Der auf dem Chassis verschraubte Motorhalter ist gerade bei einem Frontmotor recht praktisch, weil man den Motor da schön ausrichten kann. Ich kann dir gerne mal ein Exemplar zum testen schicken.
Freut mich das ich die Bilder jetzt hier nochmal sehn kann, das ich das Auto Klasse find hab ich dir ja schon gesagt als ich die Bilder das erste mal gesehn hab, Auto und Bilder sind einfach Erste Sahne, hoffe ich komme auch endlich mal dazu meine zu bauen. Zeit müsste man haben.
ich bin immer wieder beeindruckt mit welcher perfektion du deine modelle baust.
besonders vor dem hintergrund dass das alles resine replicas sind.
echt, hut ab und ne gaaaanz tiefe verneigung von mir.
Hier nochmal 2 Bilder zum Thema
John Fitch am Strand von Daytona 1956, beim Testen für einen Rekordversuch, lustig find ich die Plexihütchen auf den Scheinwerfern.
Drei Race Corvette-Generationen Daytona Racer (der rote), SR-2 von 1957 (vorne) und GS Chassis003 von 1963.
Die Beiden Bilder sind aus dem Buch Corvette Sting Ray von Tom Falconer, für alle die sich für Corvette interessieren ein Top Buch und oft günstig zu bekommen.
Das Fitch Auto wäre auch ein Top Vorbild für einen Umbau des Ninco Models.