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 Betreff des Beitrags: Ford GT40
BeitragVerfasst: 1. Sep 2013, 19:02 
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Für Ford GT40 Fans…….. und alle……. welche sich nicht mit einem von Carrera zufrieden geben möchten

Kaum ein anderes Auto kommt dem Porsche 917 an Storys, Schönheit, Rennen und Varianten so nahe wie der Ford GT40.
Dieser Rennwagen war in seiner Form der Zeit soweit voraus das er von der Linienführung kaum verändert 50 Jahre später als GT 2004 wieder die Pisten unsicher macht….. modernes Supersportwagen Outfit bei gelungenem Retrostyle…… der Ahn macht es möglich.

Wissenswertes zum GT40 in Kurzfassung:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ford_GT40

Für den interessierten Bücherfan als Lesetipp:
- Ford GT - von Adrian Steather, Heel Verlag
- Shelby GT40 - von Dave Fridman, Motorbooks
……. beide sehr lohnenswert

Auch wie kaum ein anderes Auto ist der Ford GT40 nahezu auf allen Rennstrecken der Welt zum Einsatz gekommen, ob in Argentinien oder Italien….. überall in vielen Fahrzeugklassen, jeder nur erdenklichen Farbkombination und zig Karosserievarianten war dieser Rennwagen unterwegs. Für meine Slotcars habe ich mir gedacht….. legendäre Autos erfordern auch legendäre Rennstrecken…... also LeMans…... was auch Ziel der Entwicklung bei Ford mit dem GT40 war.
Bis auf den Zitro, welcher ziemlich umfangreiche Karosserieumbauten nötig machen würde, gibt es von Fujimi 3 Karosserievarianten als 1:24 Bausatz die sich für nahezu alle in Le Mans gefahren GT40 eignen.

Den 1966er Ford GT40 MKI, den 1966 Ford GT40 MKII und den breiten 1969 Ford GT40, diese kosten meist um die 30 bis 40 Euro, direkt in Japan auch noch deutlich günstiger zu bekommen.

Die Fujimi Bausätze sind im großen und ganzen recht ordentlich und unkompliziert vom Aufbau wodurch es nicht all zu schwierig ist sehr ansehnliche Modelle daraus zu bauen. Die Autos bauen wie ihr Vorbild sehr flach, haben einen deutlich längeren Radstand als die Porsche dieser Ära, einen kurzen Hintern und Vorne reichlich Platz für den Leitkiel, verhältnismäßig wenig Anbauteile die abbrechen können und sind mit einem Karosseriegewicht von unter 20g sehr leicht…. alles sehr vorteilhaft für eine Karosserie die für ein Slotcar herhalten soll. Der MKI und MKII sind mit jeweils ca. 75mm Spurbreite nicht sehr breit wodurch sich diese beiden auch sehr gut auf der Carrerabahn bewegen lassen. Der am Heck etwas breitere 69er ist einwenig performanter, hat aber den kleinen Nachteil das die Karosserie zweiteilig ist und in der Fahrzeugmitte zusammen geklebt werden muss. Ein weiterer Vorteil der GT40……. für fast alle etwas bekannteren Varianten gibt es Decals und für den Einbau eines Chassis bieten die Karosserien genügen Platz, es sollte nur darauf geachtet werden das die Chassis im Heckbereich nicht zu breit bauen, ein 55er Schöler Stryker oder Plafit S24 passen jedenfalls problemlos auch mit 18D Motoren unter die Karosserien, ein schön gebauter GT40 der anständige Fahrleistungen bringt lässt sich daher ab ca. 120,- Euro realisieren.

Was könnte man außer dem Bausatz und einem Chassis sonst noch zum Aufbau gebrauchen?
Nun……. da wären eventuell tiefgezogene Teile wie Scheiben und Fahrereinsatz um etwas leichter bauen zu können
Eine Fahrerfigur
Einen Fotoätzbogen für den Ford GT40

Der GT40 MKI von Fujimi ist hier außen vor da ich den mal gemastert habe und wenn dann natürlich mein eigenes Modell baue, in diesem Threat soll es nur um die Fujimi Bausätze gehen

also macht der Ford GT40 MKII den Anfang
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Diesen werde ich nahezu stock box aufbauen, zwar scale und detailliert, aber nur mit sehr wenig Zubehör und ein Paar wenigen scratch angefertigten oder abgeänderten Teilen. Die Karosserie des Fujimi Bausatz ist nahezu einteilig und dementsprechend schnell zusammengeklebt da nur die Fronthaube sauber eingepasst werden muss. Kniffelig ist das in der Fronthaube einzuklebende Mittelschwert, dieses muss unbedingt auf 1/10mm exakt mittig und absolut kerzengerade sitzen - bei nur minimalem Versatz kann sonst ein eventuell geplantes Design nicht sauber aufgebracht werden. Die GT40 von Fujimi haben recht dürftige Gravuren und besonders die Türsicken im Dachbereich sind sehr unscharf. Mit dem Rücken der Bastelklinge lassen sich diese auf das gleiche Maß / Tiefe bringen wie die Sicke bei der eingeklebten Motorhaube, dabei entsteht auch eine anständige Kante was ein übermäßiges einlaufen von Lack in die Sicke verhindert.

Mit wesentlich tieferen Gravuren versehen und lackierfertig geschliffen sieht die Karosserie so aus
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Der breite 1969 GT40 von Fujimi
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Dieser hat eine zweiteilige Karosserie was sehr wahrscheinlich daher rührt das man bei Fujimi den MKII geteilt und eine neue Heckform gebaut hat. Die Karosserie muss so exakt wie nur möglich zusammen geklebt werden, ich mache das folgender maßen: ein Paar kleine Zungen, so 4 bis 6 Stück, ca. 8mm lang und 3mm breit, aus 1mm dickem Polystyrol werden mit Sekundenkleber von innen an den Vorderwagen geklebt - und zwar so das die Hälfte nach außen übersteht, diese dienen als Fixierungshilfe für den Hinterwagen beim ankleben. Dann Stück für Stück mit einem Klebepunkt Sekundenkleber-Gel ( etwa alle 1cm ) die beiden Karosseriehälften miteinander verkleben.
Auf diese Weise lassen sich die die beiden Karosseriehälften sehr passgenau fixieren da dieser Kleber nicht wegläuft und nahezu sofort hält, jedoch einen Spielraum von wenigen Sekunden lässt um die zu verklebenden Teile passgenau auszurichten. Ist die Karosserie zusammen und alles passt perfekt…… erst dann werden die zwei zusammengeklebten Karosseriehälften mit Revellkleber durchgehend von innen verschweißt, die kleinen eingeklebten Zungen / Laschen entfernt und abschließend noch mit einer dünnen Lage L530 Kleber zusätzlich verstärkt - sorgfältig gemacht wird die Karosserie an dieser Verklebung garantiert nicht brechen können.

Die Karosserie sieht zusammengeklebt so aus
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Soweit die grundlegenden Arbeiten an den Fujimi Bausätzen, mal ein Paar Tage stehen lassen um den Kleber gut aushärten zu lassen und dann sind diese bereit um immer wenn Zeit und Lust vorhanden ist mit dem Aufbau der Slotcars beginnen zu können.




Der GT40MKII

Nahezu aus der Packung heraus lässt sich ein wirklich tolles Modell / Slotcar aus dem Fujimi Bausatz machen.
Ich baue meinen in einer anderen Farbvariante als es der Fujimi Bausatz vorsieht..…. es wird der GT40 in blaumetallic mit der gelben Frontmaske den das Holman Moody Team 1966 in LeMans mit der Startnummer 6 eingesetzt hat.

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Die Karosserie wurde mit Kent grundiert, in der original Shelby Farbe lackiert und die BvH Decals aufgebracht. Diese fehlerfrei aufzubringen ist wesentlich schwieriger als es den Anschein hat. Viele Stunden hat das anpassen und aufbringen verschlungen. Hierzu ist es wichtig das dass eingangs schon erwähnte Mittelschwert auf der Fronthaube absolut perfekt eingepasst wurde da das Schwert die Position des Mittelstreifen vorgibt der zu der gelben Frontmaske passen muss deren Sitz durch die Schweinwerfer, Haubensicke und vordere Karosseriekante vorgegeben und absolut fix ist. Gerade bei dieser Variante des GT40 ohne am Rand getapte Scheinwerferabdeckungen muss das Decal perfekt sitzen.

Meine Empfehlung: erst den Mittelstreifen auf dem Dach aufbringen da man durch die Türsicken das Decal exakt mittig und gerade aufbringen kann, dann den Streifen auf das Heck - nun hat man eine Linie an der man sich bei der Fronthaube orientieren kann, alles einwenig trocknen lassen und dann die gelbe Frontmaske aufbringen.
Kleine Details wie Türgriffe, Startnummernbeleuchtungen und Haubenverschlüsse wurden noch mit Baremetallfolie beklebt und die Karosserie mit zwei Schichten 2K Klarlack versehen. Danach bekamen noch die Fensterrahmen, Lampenschalen ect. Ihren matten Lack

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Die Karosserie fertig im Lack
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Der tiefgezogene Fahrereinsatz wird bei allen GT40 nahezu gleich gebaut und sich nur in wenigen Details wie Farbgebung und Fahrerfigur unterscheiden. Inlett verwende ich ein tiefgezogenes, das Armaturenbrett, Schaltküppel, Lenkrad und die Trennscheibe zum Motorraum ist aus dem Fujimi Bausatz, die Fahrerfigur und Feuerlöscher von LMK.
Gurte mache ich sehr oft aus selbstklebendem Gewebeband von 3M mit fotogeätzten Gurtschnallen von JP, das geht ziemlich easy und es wird nicht einmal Kleber benötigt. Noch ein Paar Decals und ein Paar Farbtupfer auf die Warnleuchten - bei diesen gibt es schöne Effekte wenn man silber aufträgt und dann mit clear Farben drüber geht.

Und so sieht der einbaufertige Fahrereinsatz für den MKII aus
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Die wenigen Kleinteile für den Heckbereich sind alles Bausatzteile, diese sollen nicht in die Karosserie geklebt werden sondern wurden für eine Montage auf dem Chassis angepasst, noch etwas erleichtert und lackiert
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Die Räder für den MKII sind 15’er Sigma Felgen
Vorne: harte SIGMA Moosis 8 X 25,7mm versiegelt und lackiert
Hinten: PU 16 X 27,7mm
Felgeneinsätze von LMK
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Chassis bekommt der Mark II natürlich eins aus eigener Produktion. Wegen der breiten Reifen hinten in Kombination mit der etwas schmalen Spur ist hier nur der Einbau einer am Heck schmal bauenden Chassisgrundplatte möglich. 16mm pro Reifen + ca. 8mm für das Spurzahnrad bei einer Spurbreite von knapp 75mm ergibt einen maximalen stand der Achsböckchen von 35mm und einer Plattenbreite von maximal 40mm……. daher bekam der GT40 MKII ein LMK EVO-HC was eigentlich für die schmaleren alten Rennwagen der 50er Jahre gedacht ist. Dieses Grundplatte baut von der Breite fast identisch zum Plafit S24, da der GT40 doch ein etwas anderes Kalieber ist und das Chassis fertig zudem 130g wiegen muss ist die Grundplatte anstatt der üblichen 1,5mm aus 2mm dickem Messingblech gefräst. Die Anbauteile im Heck des Autos wurden auf dem Chassis befestigt, dafür wurde eine Trägerplatte aus 0,5mm dickem CFK gefertigt die auf dem Chassis mit den Achsböckchen befestigt ist indem sie wie Distanzplättchen drunter geschoben wurde. Dadurch bleibt die Karosserie nicht nur etwas leichter, auch die Gewichtsverteilung der Karosserie wird nicht hecklastig was sich positiv auf den Karosseriewackel auswirkt.
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Jetzt kann alles zusammen, denn viel mehr ist eigentlich bei einem GT40 nicht zu bauen


Dieses Auto hat noch einen Lichtsatz von ZM spendiert bekommen. Volles Programm mit 4 X Frontlicht, 2 X Auspuffflammen, 4 X Rücklicht mit Bremsfunktion und 2 X Dancingmodus…… damit er nach einem Abflug im Dunkeln besser zu sehen ist. Wichtig ist ein sauberes verlegen und sichern der Kabel da diese sonst eventuell den Karosseriewackel einschränken oder ganz blockieren könnten.
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Die eleganteste und perfekte Lösung ist natürlich ein verkabeln mit Lackdraht, da ich das Auto unter ziemlich heftigem Zeitdruck gebaut habe kam der Griff zum fertig konfektioniertem ZM Lichtsatz....... allerdings benötigt auch dieser schon einiges an Zeit für den Einbau.

Es war einwenig tricky die Frontscheinwerfer realistisch wirken zu lassen und das auch im beleuchteten Zustand umzusetzen da bei diesen Bausätzen die Scheinwerfer sehr einfach ausgeführt sind und die Glasteile / Streuscheiben der Lampen einfach an die Karosserie geklebt werden.
Die Rückseite der Glasteile silber anmalen ergibt kein sonderlich authentisches Aussehen, nach einigem probieren verschiedener Möglichkeiten habe ich eine ziemlich fummelige aber brauchbare Lösung gefunden. Die Rückseite der Glasteile habe ich mit Baremetalfolie beklebt und diese noch um die Außenkante der Glasteile geklebt damit das Licht in dem Rechteck des Scheinwerfer bleibt, noch ein kleiner Ausschnitt in der Baremeltalfolie für die SMD und das Loch in der Karosserie Chromesilber angemalt.

mal zwei Bilder vom ersten Funktionstest der Beleuchtung, ich denke das Ergebnis wirkt einigermaßen realistisch:
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Abschließende Arbeiten waren nur noch ein Paar Kleinigkeiten wie z.Bsp das Nieten setzen am Heckspoiler, das Fotoätz-Gitter am Heck oder den fotogeätzten Scheibenwischer anbringen.

....... und so schaut der fertige GT40 MKII bei Tageslicht aus
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So…… das war es erstmal……. irgendwann geht es hier weiter mit dem breiten 1969er GT40. Diese Karosserie bekommt ein Paar Änderungen und………….. mehr dazu wenn es weiter geht


Mal ein Bild als kleiner Vorgeschmack, der ein oder andere weiß bestimmt schon was das für ein Auto wird
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Gruß
LMK


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 1. Sep 2013, 19:02 


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 Betreff des Beitrags: Re: Ford GT40
BeitragVerfasst: 6. Sep 2013, 05:48 
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splendid job on this Fujimi kit . :clap2


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 Betreff des Beitrags: Re: Ford GT40
BeitragVerfasst: 7. Sep 2013, 22:17 
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Hallo LMK,

wunderbares Auto und wie der 917 eine Ikone :daumen
Mich würde mal ein Bild vom Fahrwerk interessieren. Du beschreibst ja einiges, macht aber eigentlich nicht wissend sondern Neugierig :wink: .
Du weist ja, Bilder sagen mehr als Worte :mrgreen: und ich bin ungeheuer neugierig.

Beste Grüße,

ecki

_________________
Die wirklich guten Fahrer haben die Fliegen auf den Seitenscheiben (Walter Röhrl)
http://www.spf-slotracing.de/
http://www.backwoods-slotcar-racing.de/


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 Betreff des Beitrags: Re: Ford GT40
BeitragVerfasst: 7. Sep 2013, 23:35 
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Solche Gesamtkunstwerke machen mich wahnsinnig.
Bei mir geht immer irgend einer der 295 Einzelschritte schief. Und dann noch einer...
Klasse,
Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: Ford GT40
BeitragVerfasst: 9. Sep 2013, 10:08 
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Hi,

schön das Euch mein GT40 gefällt.

Ecki
das EVO HC ist von der Basis das Chassis was auch unter meinem Lotus XI werkelt, bei diesem sind halt einige Bauteile und Lochabstände etwas geschrumpft damit es für die schmale Spur passt.

Thomas
reduziere die Einzelschritte....... so minimierst du die Möglichkeit das etwas schief geht 8-)

natürlich nur ein Spässle - glaube mal nicht das es auch nur einen einzigen Modelbauer gibt dem auf anhieb alles gelungen ist, durch die üblichen Patzer mussten alle mal durch und misslungene Basteleien kommen auch bei viel Routine immer mal wieder vor.......... nur die Abstände dazwischen werden größer.

Gruß
LMK


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 Betreff des Beitrags: Re: Ford GT40
BeitragVerfasst: 11. Sep 2013, 00:44 
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Weiter geht es mit dem breiten 1969 GT40 was natürlich ein 68er ist. Ich habe da was durcheinander gebracht da ich einen GT40 von 69 baue - genauer gesagt wird es der Ford GT40 den das Alan Mann Racingteam 1969 in Le Mans zum Einsatz brachte. Für dieses recht heftige Auto benötigt die Karosserie ein Paar Änderungen damit sie noch dickere Backen macht.

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Die Karosserie wurde an den vorderen Radläufen je Seite um 1mm verbreitert was die taillierte Form des Alan Mann Ford GT40 etwas mehr zur Geltung bringt, ebenso wurden die hinteren Radläufe in ihrer Form dem Vorbild so gut als möglich angepasst. Da das fertige Auto für ein Rennen gedacht ist mussten die Änderungen im Rahmen der Möglichkeiten bleiben welche mir die Plastikkarosserie lässt um möglichst viel Stabilität zu erhalten. Die Form nur durch schleifen zu ändern ist aber bei dem Alan Mann Wagen nicht ausreichend da die Radläufe im untern Bereich zum Schweller hin bei diesem nicht schmaler werden, dementsprechend muss die Karosserie verbreitert werden.
Mal ein Paar Zeilen wie ich das gemacht habe: von innen wurde mit Sekundenkleber ein Streifen Papier in die Radläufe geklebt - etwa 2mm Klebekante innen, der Überstand nach außen etwas mehr als die Verbreiterungen am Ende werden sollen. Diese Streifen werden dann mit dünnflüssigem Sekundenkleber getränkt, dadurch werden diese recht fest - bleiben aber formbar. Nach der Formgebung habe ich die Ränder der Streifen in Form geschnitten, mit Sekundenkleber / Backpulver-Mischung aufgefüttert und die kompletten Kotflügel feingeschliffen und mittels Lehre gespiegelt. Abschließend wurden die Papierstreifen innen wieder entfernt und der obere Bereich der durch die neue Form teilweise sehr dünn war von innen noch mit etwas Backpulver / Sekundenkleber verstärkt.
Zu erwähnen wäre noch das man bei den Gravuren in den so angefertigten Bereichen etwas bedachter vorgehen sollte da diese eine Sollbruchstelle bilden können. Wer genauer hinschaut kann erkennen das ich die Sicke vom Schweller am Ende bei dem verbreiterten Stück ganz sanft habe auslaufen lassen, graviert man die Sicke an dieser Stelle bis zum Rand richtig tief dann steigt die Wahrscheinlichkeit das bei einem etwas dolleren Rempler die Karosserie an dieser Stelle einreißt.
Ich verwende bei Karosserien die gefahren werden sollen auch prinzipiell keine Spachtelmasse, diese fallen ewige lange ein, überstehen größere Rempler nicht und zu allem Überfluss ist das Zeugs auch noch schwer.
Letzte Karosseriearbeiten waren das setzen der kleinen zusätzlichen Nacaducts direkt unter den großen seitlichen Lufteinlässen hinter den Seitenscheiben und an dem Dach habe ich, so weit es mir der Plastikbody erlaubte, die Wölbung flacher geschliffen damit es etwas ebener wird und die geduckte Frontansicht des GT40 besser wiedergibt.

Die abgeänderte grundierte Karosserie, auch wieder mit wesentlich tiefere Gravuren versehen.
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Nun geht es an die Lackierung. Es gibt einen Decalbogen von Speedline für das geplante Modell, dieser lässt sich wegen seiner leider nicht kompletten Ausführung nur sehr eingeschränkt nutzen da nur der oben auf dem Auto befindliche Mittelstreifen als Decal vorhanden ist und eine perfekt passende Farbe dazu anzumischen ist nahezu unmöglich. Ich finde das nicht so tragisch da mir die Farbe des Streifen auf dem Decalbogen nicht zusagt.
Das Design des Streifen ist ziemlich tricky da neben dem Mittelstreifen mit ganz wenig Abstand noch ein extrem schmaler goldener Pinstripe langläuft - so einen hauchdünnen Streifen exakt decaln, dazu noch gold was als Decal immer sehr brüchig ist……. sehr aufwendig im Mix mit einer großen Wahrscheinlichkeit das dies in die Hose geht. Das abzukleben und lackieren…… genauso eine Schei….

Lässt sich aber trotzdem recht einfach machen.

Alan Mann mit Sitz auf der Insel hatte seinen GT40 very britisch elegant in silber und maroon aus dem Hause Jaguar lackiert..…. daher recht unproblematisch diese Farben zu bekommen.

Erstmal das silber lackiert
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Dann kam der komplette Decal-Mittelstreifen auf das Auto und einmal dünn 2K Klarlack drüber - jetzt kann der Decal als Abklebeschablone genutzt werden ohne ihn zu beschädigen. So lässt sich der Mittelstreifen neu lackieren und man bekommt einen nahtlosen Übergang zur unteren Front, kann die Schweller farblich passend lackieren und erhält dabei die feinen goldenen Pinstreipes. Also abkleben, das Maroon lackieren, die restlichen Decals kleben und 2 Schichten 2K, Klarlack drüber.

Der Alan Mann GT40 fertig im Klarlack
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Nun kommt der Fahrereinsatz an die Reihe, bei dem MKII habe ich mich über die gekauften Tiefziehteile so dermaßen geärgert das ich ein Master für ein neues tiefgezogenes Interieur anfertige.

mal ein Paar Fotos der kleinen Bastelei
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jetzt dauert es erst einmal ein Weilchen bis die Tiefziehteile fertig sind, ich hoffe mein kleiner Baubericht gefällt bis hier

Gruß
LMK


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 Betreff des Beitrags: Re: Ford GT40
BeitragVerfasst: 12. Sep 2013, 11:50 
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Moin Leo,

wie immer verschlinge ich deine Berichte. Genial :bravo
Der GT40 steht bei mir auch noch auf der Agenda, aber zunächst will ich nun endlich den 3L Ford fertigstellen, du erinnerst dich? :wink:

Diverse Umstände ließen mich bislang nicht dazu kommen. :cry:

BTW: ich hab irgendwie in Erinnerung, das du vom P68 mal einen Bau-Frätt irgendwo eingestellt hattest. Ich hab mir schon nen Wolf gegoogelt, aber nix gefunden. Gab oder gibt es den?

LG Thorsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Ford GT40
BeitragVerfasst: 12. Sep 2013, 12:26 
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Hi Toto,

:danke

wenn der ein oder andere Baubericht hilfreich ist........... dann hat er seinen Zweck erfüllt

GT40 auf der Liste........ kann ich nur empfehlen :daumen

Von dem P68 gibt es keinen Baubericht von mir, wenn ich mich recht erinnere hatte Orishas im blauen einen gemacht
Kleiner wichtiger Tipp: die Scheiben kommen beim P68 von außen drauf

Gruß
LMK


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 Betreff des Beitrags: Re: Ford GT40
BeitragVerfasst: 12. Sep 2013, 12:41 
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LMK hat geschrieben:
Hi Toto,
Von dem P68 gibt es keinen Baubericht von mir,


Schade :wink:

LMK hat geschrieben:
wenn ich mich recht erinnere hatte Orishas im blauen einen gemacht
Kleiner wichtiger Tipp: die Scheiben kommen beim P68 von außen drauf

Gruß
LMK


Den kenne ich, ist aber recht mager. Den Tip mit den Scheiben hattest du mir seinerzeit schon mal gegeben, danke.

Gibt es denn von dir wenigstens ein paar Bilder von nem fertigen P68? Würde mir sicher auch schon weiterhelfen :roll:
Gerne auch per PN oder in einem neuen Thread, damit dieser GT-Thread nicht aus dem Ruder läuft.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ford GT40
BeitragVerfasst: 13. Sep 2013, 17:37 
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Hi Leo,

ich bin ja immer wieder begeistert von Deinem Modellen. Jetzt habe ich mal eine gezielte Frage zu Deinen Reifen.

Wie schleifst Du die Flanken mit der Rundung so präzise? Oft hört man ja auch, dass der Reifen kantig sein soll. Wie verhält es sich dann aber beim Fahren wenn eben eine Rundung angeschliffen ist?


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 Betreff des Beitrags: Re: Ford GT40
BeitragVerfasst: 14. Sep 2013, 18:29 
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Hi Jeki1971,

kantig geht bei Pu nicht, eine kleine Rundung sollte da schon dran, größere Radien wie man bei den früheren alten PU Mischungen gefahren hat jedoch eher nicht da die heutigen Mischungen deutlich weniger Gripp haben als die damaligen Reifen. Bei den aktuellen Mischungen wird meist im äußeren Drittel der Lauffläche ein leichter Konus geschliffen und nur ein kleiner Kantenbruch um die Reifenbreite nicht zu reduzieren - denn Reifen schmaler = weniger Gripp. Schleifst du dann auch noch außen einen schönen Formschliff an die Flanken reduziert dieser die Reifenbreite um gut 1mm und die Spurbreite dementsprechend um mindestens 2mm. Fährst du Rennen wo schöne Autos unwichtig sind und Reifen und Spurbreite im Reglement vorgegeben werden hast du dadurch natürlich definitiv einen nicht unerheblichen Nachteil.

Für Räder mit Formschliff an den Flanken müssen die Reifen mit gleichmäßigem Überstand nach außen auf die Felgen geklebt werden, wieviel ist abhängig von der angestrebten Form welche die Reifenflanken am Ende haben sollen. Dann schleift man mit einer kleinen Dreikant-Schlüsselfeile dem Reifen an der Oberkante einen kleinen Absatz rein und dann am Felgenhorn und im Oberen Bereich eine Fase dran, das gibt die Basis um die Rundung zu schleifen.

Je nach Geschick und wie geübt man im Reifen schleifen ist empfindet man das als schwierig oder relativ einfach

Gruß
LMK


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 Betreff des Beitrags: Re: Ford GT40
BeitragVerfasst: 6. Nov 2013, 18:42 
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Hi Scratchbuilder, LeMans und Ford Fans


Die neuen Tiefziehteile für die Ford GT40 von Fujimi sind fertig und klasse geworden

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Sehr easy auszuschneiden und ebenso easy zu bauen, dank der schwarzen Folie müssen die Teile nur einwenig mit Gunze matt lackiert werden. Der Feuerlöscher ist aus dem Bausatz, die Klebeseite etwas flach geschliffen um eine gute Auflagefläche zu haben, lackiert und Schellen mit 3M Band und Alutape nachgebildet, der Schaltknüppel ist ebenfalls aus dem Bausatz, die Schaltkulisse aus dem Fotoätzbogen für den GT40

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Das Armaturenbrett hatte ich am Master eben gefräst um die Decals, Schalter ect. besser aufbringen zu können. Die Armaturendecals sind aus dem Bausatz und mit etwas 2min. Epoxy verglast, alle anderen Decals im Interieur sind von BvH die Schalter am Armaturenbrett habe ich mit 0,3mm Draht und 0,5mm Beilagscheiben gemacht.

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Die hintere Wanne mit der kleinen Motorartrappe aus dem Bausatz, diese ist von unten silber lackiert und die Oberseite mit Baremetall Chrom überzogen und seidenmatt klarlackiert.

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Nochmal das komplette Interieur mit Lenkrad - dieses ist von Jens Scaleracing mit der Lenksäule aus dem Bausatz , der Ring ist rubber black, der Stern matt black und mit 0,5mm Nietkügelchen versehen.


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Die Tiefziehteile sind bei Solid erhältlich.......... damit ihr das alle nachbauen könnt...... und wie ihr seht ist das alles kein Hexenwerk :-)

Fortsetzung folgt

Beste Grüße
LMK


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 Betreff des Beitrags: Re: Ford GT40
BeitragVerfasst: 6. Jan 2014, 21:38 
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Hi Scratchbuilder, Slotracer und Ford GT40 Fans


Trotz der Feiertage und etlicher Projekte die anliegen hat sich einwenig Zeit gefunden um an dem GT40 etwas weiter zu basteln…….. inzwischen sitzt der Fahrer an seinem Arbeitsplatz, diesmal eine ultraleichte Lexanfigur von LMK aus 0,2mm Folie, verfeinert mit ein Paar Nietkügelchen am Helm und sicherheitshalber auch schon mal angegurtet.

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Auch viele Kleinteile wurden vorbereitet, die Getriebeartrappe, Scheinwerfereinsätze, Tankdeckel, Innenspiegel, Scheibenwischer, Startnummernbeleuchtungen…. alles Bausatzteile die zu lackieren oder mit einwenig Baremetal zu verzieren sind.

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Für den Heckbereich wurde noch das Endstück der Bodenplatte mit den Heberaufnahmen und die beiden Kühler aus dem Bausatz vorbereitet, mattschwarz lackiert und die Fitting silbern vorlackiert und mit claerfarbe in rot oder blau überzogen - so trifft man recht gut die Wirkung der eloxierten Anschlüsse. Als Schlauchnachbildung eignet sich hervorragend schwarzes Kabel aus dem die Litze entfernt wird, praktisch wenn diese noch silbern ist und dadurch eines der Drähtchen die Schlauchschelle nachbilden kann.

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Die Karosserie ist soweit fertig, nun folgt das Chassis und die Räder für den Ford GT40.... diese sind soweit vorbereitet

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Da schon beim MKII weiter oben im Threat gefragt wurde wie ich solche Räder mache……..
einwenig Info dazu:
94048463nx42111/tipps-und-technik-f12/reifen-schleifen-t2772.html#p28889


Fortsetzung folgt...........


Beste Grüße und viel Spaß beim basteln
LMK


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 Betreff des Beitrags: Re: Ford GT40
BeitragVerfasst: 6. Jan 2014, 22:22 
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ich bin bis jetzt sehr sehr beeindruckt, und das mit den Reifen gibt mir den Rest.

Mach weiter so :danke


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 Betreff des Beitrags: Re: Ford GT40
BeitragVerfasst: 13. Mai 2014, 11:45 
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Hi Ford Gt40 Fans,

die LMC 2014 ist nun rum, Zeit mal ein Paar Bilder zu zeigen wie alles zusammengebaut aussieht

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ich hoffe er gefällt Euch, fahren lässt er sich auf jeden Fall klasse

Beste Grüße
LMK


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