Tja, lang nichts mehr gehört was?
Ok. Tatsache ist, das die Modellbauerei halt doch noch zu mir gehört und ich das irgendwie nicht vollständig aufgeben kann. Allerdings tat es gut , dass ich mich nicht mehr auf alles gestürzt hab, was Räder hat, sondern jetzt gezielt das Thema USRRC angehe. Die eingeschränkte Fahrzeugauswahl dieses Vorläufers der Can-Am macht es wesentlich leichter mich damit auseinanderzusetzen, als wenn ich weiterhin wild durch die Epochen gebaut hätte. Zudem laufen hier einige interessante Auto´s, die es zum großen Teil noch nicht mal in 1:32 gibt, das macht das Scratchen sinnvoll! Mindestens genauso reizvoll wie das Bauen ist für mich die Recherche denn hier kriegt man mit der Zeit einen Einblick ,wie die Team´s damals gearbeitet haben - und da wurde viel propiert und gefrickelt, die Auto´s haben auch während des Rennens oft ihr Aussehen verändert. Zunächst wollte ich mich ja auf ein Rennen (LA-Times Grand-Prix Riverside 1965) beschränken, aber was tun, wenn ausgerechnet ein Rennen früher oder später ein legendäres Auto lief...
Vorausschicken möchte ich auch, dass ich wohl nie die mittlerweile hier gebotene Bauqualität erreichen werde - und das ist mir auch nicht wichtig, ich will lediglich meinen Spaß an dem Thema haben. Dabei kann ich auch gut mit etwaigen Detailmängeln umgehen.
Der bereits begonnene Lotus 40 musste sich den Formen der Shelby Cobra, gefahren von Ken Miles oder Dick Thompson in der Saison `65, kurzfristig geschlagen geben und so macht sie den Anfang. (Diese Shelby Cobra hat das Riverside Rennen z.B. nicht zu Ende gefahren, währe doch schade gewesen die nicht zu bauen, oder?)
All zu viel gibt´s zu dem Modell gar nicht zu sagen , die Karo lief mir hier im Forum zu und stammt ursprünglich von einer MRRC Cobra und ist übrigens mit dem Revell-Bausatz identisch. Das Chassis ist ein gekürztes und verschmälertes Cartronic...na, das nächste wird wieder ein Eigenbau. Die Räder wurden aus der Hülse eines Kugelschreibers gebaut, dazu die Inlets aus dem Bausatz abgegossen, in die Hülse geklebt, die Felgen von hinten mit Acrylat aufgefüllt und dann die Achslöcher auf der Drehbank gebohrt. Fahrerinlet aus Karton, Fahrer vom IROC, Kopf ist ein Abguss von Fleischmann. Überrollbügel aus Kupferdraht. Der Lackaufbau wurde nach der weißen Grundierung nur mit Acrylfarben und dem Pinsel gemacht, die Decals sind eigentlich keine sondern auf dünnstem Papier ausgedruckte Schnipsel, die mit dem Acrylklarlack aufgebracht wurden. Das ist für den ersten Anlauf schon ganz nett, geht aber noch wesentlich heller (weißer) als hier denn ich hab das Papier beim Wischen verschmutzt, da verlief die Tinte. Somit beläuft sich der Wert auf unter 5 € und das ist auch eine Summe, die mir gut gefällt.
So, was als nächstes kommt steht noch nicht fest, und wird auch ein Weilchen dauern, ich geb mir den Modellbau nur noch in kleinen Dosen, das machts für mich interessanter!
WoBl